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Panorama Eisbärbaby Lale zeigt sich den Besuchern
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13:09 08.04.2014
Gemeinsam mit Mutter Valeska unternahm Lale am Dienstag den ersten Ausflug ins Außengehege. Quelle: dpa
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Bremerhaven

„Guck mal, wie süß.“ Susanne Petermann-Korte ist begeistert. Eisbärmädchen Lale kommt direkt auf sie und ihre vierjährige Tochter Lourdes zu. Nur eine Sichtscheibe trennt die beiden Besucherinnen vom Jungtier. Petermann-Korte klopft an das Glas, Lale versucht, mit ihren Pfoten die Hand zu greifen. Dass das nicht gelingen kann, weiß Lale noch nicht. Sie ist schließlich das erste Mal zusammen mit ihrer Mama Valeska im Außengehege des Zoos am Meer in Bremerhaven unterwegs.

Am Dienstagmorgen hatte sich für sie der Schieber geöffnet, der beide vom Freigelände trennte. Seit der Geburt von Lale am 16. Dezember 2013 waren Mutter und Tochter zunächst nur in der Wurfhöhle und später im Stallbereich hinter den Kulissen des Zoos. „Wir haben Lale gut auf ihren ersten Ausflug nach draußen vorbereitet“, sagt Eisbärpfleger Thomas Grunert. Die kleine Bärin lernte Treppensteigen und machte sich in einem Becken mit Wasser vertraut. „Jetzt war die Zeit einfach reif“, sagt Zoo-Direktorin Heike Kück.

Valeska und Lale waren innerhalb weniger Minuten draußen. „Die Mama hat immer ein Auge auf Lale, besonders an der Wasserkante“, erzählt Tierpfleger Frank Schlepps. „Wenn Gefahr droht, schnauft sie und dirigiert Lale mit einer Tatze.“ Für ihn und seine Kollegen wird es noch einmal ein großer Moment sein, wenn Lale das erste Mal im drei Meter tiefen Wasserbecken schwimmt.

Die kleine Lourdes fände es gut, wenn Lale jetzt schon planschen würde. „Mama, kann der nicht ins Wasser gehen, der ist doch dreckig“, sagt die Vierjährige. „Wunderbar eingesaut“, findet Tierpfleger Grunert dagegen das Eisbärjunge. „Ganz der Papa“, meint er. Eisbär Lloyd bleibt während des ersten Ausflugs seiner Tochter im Stall. Er hat zwar sein eigenes Außengehege, dennoch sollen Mutter und Kind in Ruhe ihren Bereich erkunden können - unter den Blicken der Besucher.

Zoo-Direktorin Heike Kück rechnet in den kommenden Wochen mit einem Ansturm. Zusätzliches Personal soll die Besucherströme leiten. „Bei uns ist alles sehr eng, und das Eisbärgehege ist am Hauptweg, da können die Besucher nicht lange stehen bleiben.“ Am Spielplatz soll ein großer Bildschirm aufgebaut werden, auf dem Lale zu sehen sein wird.

Warum vor allem Eisbärbabys die Menschen so sehr faszinieren, kann sich Heike Kück nur so erklären: „Der Kontrast vom weißen Fell mit der schwarzen Schnauze und den schwarzen Knopfaugen.“ Für die siebenjährige Emma, die mit ihrer Mutter in den Zoo gekommen ist, ist klar, warum sie den kleinen Eisbären super findet: „Weil er so kuschelig ist.“

dpa

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