Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Ein Toter und 35 Verletzte bei Zugunglück
Mehr Welt Panorama Ein Toter und 35 Verletzte bei Zugunglück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:34 30.07.2013
Erneuter Schienenunfall: Bei einem Zugunglück in der Schweiz ist ein Mensch ums Leben gekommen.
Erneuter Schienenunfall: Bei einem Zugunglück in der Schweiz ist ein Mensch ums Leben gekommen. Quelle: dpa
Anzeige
Lausanne

In der Schweiz sind bei einem Zugunglück am Montagabend ein Mensch getötet und 35 weitere verletzt worden. Stunden nach dem Unfall im Kanton Waadt bargen Rettungskräfte am frühen Dienstagmorgen die Leiche eines Lokführers, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA unter Berufung auf die Kantonspolizei meldete. Der Mann war beim Zusammenstoß seines Zuges mit einer zweiten Regionalbahn im Wrack seines Triebwagens eingeklemmt worden.

Die beiden Regionalzüge waren am Montagabend um 18.45 Uhr in der Ortschaft Granges-près-Marnand frontal zusammengestoßen. Zu der Kollision kam es, als ein Zug in Richtung des dortigen Bahnhofs rollte, während ein anderer gerade von dort abfuhr.

Wie die beiden Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf dasselbe Gleis geraten konnten, blieb zunächst unklar. «Das war ein enormer direkter Aufprall», sagte ein Augenzeuge im Schweizer Fernsehen. Bilder im Internet zeigten die ineinander verkeilten Antriebswagen. Der Bahnverkehr zwischen Moudon und Payerne wurde unterbrochen.

26 Verletzte wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Die übrigen wurden noch an der Unfallstelle versorgt. Sie erhielten auch psychologische Unterstützung. Alle 46 Insassen des Zuges waren Schweizer.

Dutzende Helfer waren im Scheinwerferlicht bis in die frühen Morgenstunden mit Bergungsarbeiten beschäftigt. Die Bahnlinie zwischen Lucens und Payerne sollte laut SBB voraussichtlich den ganzen Tag gesperrt bleiben.

Mitte vergangener Woche waren bei einem Zugunglück in Spanien mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

Mehr zum Thema
Panorama Nach Zugunglück in Spanien - Lokführer vorerst wieder auf freiem Fuß

Mindestens 79 Tote – das ist die schreckliche Bilanz des Zugunglücks von Galicien. Der Lokführer räumt ein, unvorsichtig gewesen zu sein. Er muss sich wegen fahrlässigen Tötung verantworten, ist aber wieder auf freiem Fuß.

29.07.2013

Ein voll besetzter Reisebus rast auf einer Autobahn in der Nähe von Neapel in ein Stauende und stürzt von einer Brücke. 39 Menschen kommen ums Leben, fast ein Dutzend wird verletzt. Den Helfern bietet sich ein Bild des Grauens.

29.07.2013

Der Unglückszug in Spanien ist nach bisherigen Erkenntnissen viel zu schnell in eine Kurve gefahren. Doch warum? Die Ermittler hoffen auf die Blackbox und die Vernehmung des Lokführers.

26.07.2013
Panorama Mehr Bewerber als Plätze - Freiwilligendienste stark nachgefragt
30.07.2013
Panorama Fünf Prozent ohne Abschluss - Zahl der Schulabbrecher fast halbiert
Alexander Dahl 29.07.2013
29.07.2013