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15:36 18.09.2019
Livebilder einer Drohne legen vor der australischen Küste einen Haiangriff nahe. Der Drohnenlenker nutzt das Lautsprechersystem seiner Drohne, um den bedrohten Surfer zu warnen. Auf Twitter wird er als Lebensretter gefeiert.
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Gerringong

Der Surfer wartet auf die Welle, der Hai lauert auf den Surfer – diese Bilder sieht der Australier Christopher Joye, als er am Sonntag am Werri Beach, rund eine Stunde südlich von Sydney im Bundesstaat New South Wales, mit seiner Drohne filmt. Joye reagiert schnell – und er ist technisch gut ausgerüstet: Seine Drohne, die für professionelle Einsätze von Rettungskräften geeignet ist und in Deutschland rund 3000 Euro kosten würde, verfügt über ein Lautsprechersystem, über das er den Surfer warnt.

Joye postet ein knapp einminütiges Video von dem Ereignis bei Twitter und schreibt dazu: „Am Werri Beach hat sich heute dieser große Hai einem Surfer angenähert und ich habe das Lautsprechersystem meiner Drohne genutzt, um ihn zu warnen. Seht euch an, wie der Surfer nach oben zur Drohne blickt und dann schnell wegpaddelt – und dabei den Hai mit dem spritzenden Wasser irritiert und verjagt.“

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Als Lebensretter gefeiert

Das Echo ist groß. Zwar wundern sich manche Twitter-Nutzer darüber, dass spritzendes Wasser den Hai vertrieben haben soll, und zweifeln daran, dass der Hai wirklich vorhatte, den Surfer anzugreifen, viele andere feiern Joye aber für seine Rettungstat: „Großartig!“, „Toll!“ und „Lebensretter!“, schreiben sie. Manche betonen außerdem, dass sie endlich einen sinnvollen Nutzen in Drohnen sehen und dass diese noch vielmehr zum Schutz vor Haiangriffen genutzt werden sollten. Mehrere Medien bitten Joye um Erlaubnis, sein Video für eine Berichterstattung nutzen zu dürfen.

Hainormalität vor dem Küstenabschnitt

Ein paar Kommentare machen aber auch eine gewisse Hainormalität vor diesem Küstenabschnitt von New South Wales deutlich. So schreibt ein Twitter-Nutzer: „Als ich ein Kind war, hat dort eine riesige Welle einen kleinen Hai in unseren Pool geworfen. Wir sprangen schnell raus und Fischer entnahmen den Hai. Seither schwimme ich immer mit einem schlechten Gefühl.“ Lakonischer ist ein anderer, der behauptet, regelmäßig trotz Haien ins Wasser zu gehen: „Wir sehen Haie und gehen trotzdem ins Wasser. Wenn sich der Surfer Sorgen gemacht hätte, wäre er nicht auf dem Wasser gewesen.“

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RND/sek

Der Artikel "Drohnenbilder retten Surfer vor Haiattacke" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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