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Panorama Drei Tote nach Massenpanik auf Halloween-Party in Madrid
Mehr Welt Panorama Drei Tote nach Massenpanik auf Halloween-Party in Madrid
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15:00 01.11.2012
Wegen eines Feuerwerkkörpers brach bei einer Halloween-Party in Madrid Massenpanik aus. Drei Frauen starben. Quelle: dpa
Madrid

Bei einer Massenpanik auf einer Halloween-Party in einer Madrider Sporthalle sind drei junge Frauen zu Tode gedrückt worden. Zwei weitere Frauen erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Die Panik war nach Angaben der Polizei vermutlich durch ein bengalisches Feuer ausgelöst worden, das ein Unbekannter in der voll besetzten Halle entzündet hatte.

Das Unglück ereignete sich am Donnerstag in den frühen Morgenstunden in der Madrid Arena, einer großen Sporthalle im Parkgelände Casa de Campo. Das Fassungsvermögen der Halle war für das Fest auf 10 000 Plätze beschränkt worden. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein, um zu ermitteln, ob möglicherweise mehr Eintrittskarten verkauft wurden und ob die Notausgänge geöffnet waren.

Die Panik war in einem Gang ausgebrochen. Fünf junge Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erlitten im Gedränge einen Herz- und Atemstillstand. Drei von ihnen konnten von den Sanitätern nicht wiederbelebt werden. Zwei wurden in ein Krankenhaus gebracht und befanden sich in kritischem Zustand. Nach Angaben der Rettungsdienste waren die Frauen möglicherweise gestürzt und von nachdrängenden Menschen überrannt worden.

Eine Augenzeugin berichtete dem Radiosender Cadena SER, an einem der Ausgänge habe es ein dichtes Gedränge gegeben, weil alle anderen Ausgangstore verschlossen gewesen seien. „Es war wie bei der Love Parade in Deutschland“, sagte die Frau dem Sender. In Duisburg waren am 24. Juli 2010 in einem Massengedränge und in den Tagen nach dem Unglück 21 Menschen gestorben und 541 verletzt worden.

Bei der Halloween-Party in Madrid brachen die Veranstalter die Feier nach dem Unglück nicht ab, um eine größere Panik zu vermeiden. Die Polizei ordnete eine Räumung der Halle an, sorgte aber dafür, dass die Teilnehmer des Festes das Gebäude einzeln und in Ruhe verließen. Mehrere Besucher der Feier berichteten, von dem Unglück überhaupt nichts mitbekommen zu haben.

Die Veranstalter hatten für die Party einen „Thriller Music Park“ mit elektronischer Musik angekündigt. Das Publikum war aufgerufen worden, sich bei der Verkleidung vom Musikvideo „Thriller“ der Rocklegende Michael Jackson inspirieren zu lassen.

Bei einer Halloween-Party an einer Universität in Los Angeles wurden nach Medienberichten mehrere Menschen angeschossen. Der Sender BBC und die Zeitung „Los Angeles Times“ berichteten unter Berufung auf die Polizei von vier Verletzten. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, teilte die University of Southern California auf ihrer Webseite mit. Nach Angaben der Zeitung eröffnete der Täter in der Nacht zu Donnerstag das Feuer auf eine Person und traf dabei drei weitere. Ein Mensch sei in kritischem Zustand. Nach Angaben des Senders CNN waren zwei Männer in Streit geraten.

dpa

Die Finanz- und Wirtschaftsmetropole New York kehrt nach Supersturm „Sandy" schneller als erwartet zur Normalität zurück. Die Stadt entschied, am Donnerstag wieder die unbeschädigten Teile des wichtigen U-Bahnnetzes in Betrieb zu nehmen. Im verwüsteten New Jersey haben die Aufräumarbeiten hingegen gerade erst begonnen.

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Nach dem Wirbelsturm „Sandy“ sind nach wie vor sechs Millionen Amerikaner ohne Strom. Allein vier Millionen lebten in den Staaten New York und New Jersey, teilte das Energieministerium in Washington am Mittwoch (Ortszeit) mit.

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In den nächsten Tagen soll der erste Straftäter nach Niedersachsen kommen, der von der Polizei über eine elektronische Fußfessel überwacht wird. Das berichtet die „Bild“-Zeitung Hannover.

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