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Panorama Drei Forscherteams für Zukunftspreis nominiert
Mehr Welt Panorama Drei Forscherteams für Zukunftspreis nominiert
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16:33 27.08.2011
Bundespräsident Christian Wulff nominierte die Kandidaten für die Endrunde. Quelle: dpa
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Hannover

Es handelt sich um die Daimler AG (Sindelfingen), die Dresdner Novaled AG und Heliatek GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und der TU Dresden sowie die Soitec Solar GmbH (Freiburg) und die Azur Space Solar Power GmbH (Heilbronn) gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut Freiburg. Der mit 250.000 Euro dotierte deutsche „Innovations-Oscar“ wird am 14. Dezember vom Bundespräsidenten verliehen.

Das Daimler-Team um Uwe Franke geht mit einer Technologie ins Rennen, die neuartige Fahrerassistenzsysteme ermöglichen soll. Ziel ist es, die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr weiter drastisch zu senken. In Sekundenbruchteilen soll die neue Technik unerwartete Gefahren erkennen können, wie etwa ein hinter einem geparkten Auto hervorlaufendes Kind, den Fahrer warnen oder das Autos notfalls sofort abbremsen können. Der Bundespräsident fand dies bei der Präsentation in Hannover eine prima Idee. Die vielen schweren Lkw-Unfälle auf der Autobahn zwischen Hannover und Berlin etwa ließen sich so vielleicht vermeiden.

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Die Schaffung von Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten ist Kern des Dresdner Projekts von Prof. Karl Leo und seinem Team. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, organische Halbleiter für den Einsatz in verschiedensten Produkten fit zu machen. Eine Milchtüte könne so etwa vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums rot leuchten oder ein Spezialpflaster ein zu verabreichendes Medikament selbst dosieren. Fachkollegen hätten die Idee für nicht realisierbar gehalten, meinte Leo. „Man muss an etwas festhalten und sich gegen Widerstände durchsetzen“, lautete sein Rezept.

Eine effizientere und preiswertere Gewinnung von Energie aus Sonnenlicht ist Ziel des baden-württembergischen Forscherteams um Hansjörg Lerchenmüller. Es kombiniert dazu drei winzige, übereinander gestapelte Solarzellen aus unterschiedlichen Materialien miteinander und schuf darauf aufbauende marktfähige Fotovoltaik-Module.

Der Deutsche Zukunftspreis wird vom Bundespräsidenten seit 1997 an Forscher überreicht, die innovative Ideen erfolgreich auf den Markt bringen. „Mit diesem Zukunftspreis sollen die Allerbesten herausgestellt werden, die etwas erfunden haben, das auch angewendet werden kann“, sagte Wulff. Dabei gehe es nicht immer um ein „höher, schneller, weiter“. Gerade angesichts der weiter wachsenden Weltbevölkerung gehöre Techniken zum sparsamen Umgang mit Ressourcen die Zukunft.

dpa