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Panorama Dieser Storch terrorisiert ein ganzes Dorf
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15:34 04.06.2016
Nervt die Bewohner: Der Storch von Glambeck. Quelle: Ralf Seidel
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Glambeck

Er hat eine tadellose Figur: lange Beine, einen schlanken Oberkörper und - zugegeben - einen etwas spitzen „Mund“. Und er ist eine echte Nervensäge. Ein liebestoller Storch terrorisiert die Bewohner des brandenburgischen Dorfes Glambeck mit Schnabelattacken auf Autos und Fensterscheiben. "Wenn morgens um halb sechs der Storch immer wieder ans Schlafzimmerfenster klopft, ist das nicht so nett", sagte Glambecks Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase am Samstag. Auch dunkle Autodächer werden Ziel des Tieres, das dicke Kratzer im Lack hinterlässt. Anwohner ließen deshalb keine Fahrzeuge mehr auf der Straße stehen, berichtet die "Märkische Allgemeine".

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Der Grund für die Schnabelattacken: männliche Rivalität. Seit seiner Ankunft Anfang Mai attackiert der sechsjährige Storch das im Dorf brütende Storchenpärchen - und alle anderen vermeintlichen Rivalen, die er in spiegelnden Flächen zu sehen glaubt. "Er ist offensichtlich sehr hormongesteuert", sagte die Storchenexpertin Nadine Bauer vom Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Normalerweise geben Störche nach einem verlorenen Kampf um das Nest auf und ziehen weiter. "Aber es gibt auch bei Störchen solche und solche Charaktere", sagt Bauer.

Die Frechheit könnte Erfolg haben: Am Freitag kehrte der angestammte Storch nicht mehr zum Weibchen zurück, stattdessen kam der Nebenbuhler zu Besuch. "Wir hoffen sehr, dass sich die Lage beruhigt, wenn er jetzt seine Vaterrolle ernst nimmt", sagte Peltzer-Blase. 

Von Christina Peters/frs/MAZ

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