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Panorama Deutsche Camper vom Blitz getroffen
Mehr Welt Panorama Deutsche Camper vom Blitz getroffen
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18:10 19.08.2011
Ein Blitz erhitzt die Luft innerhalb von Mikrosekunden auf etwa 30.000 Grad. Quelle: dpa
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Bregenz/Koblenz

Die acht Camper in Bregenz waren am späten Donnerstagabend auf einem Uferweg unterwegs, als ein starkes Gewitter aufzog, wie die österreichische Polizei am Freitag berichtete. Die Gruppe suchte unter einem Baum Schutz vor dem starken Regen, bis schließlich in unmittelbarer Nähe ein Blitz einschlug. Einer der Urlauber wurde zehn Meter weit in ein Gebüsch geschleudert.

Der Verletzte kam mit Verdacht auf Herzrhythmusstörungen in ein Krankenhaus, vier weitere Gruppenmitglieder wurden ärztlich versorgt. Alle acht klagten dem Bericht zufolge über Muskelkrämpfe in den Händen und Schmerzen im Beckenbereich. Einige erlitten leichte Verbrennungen.

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Die Urlauber im Alter von 16 bis 25 Jahren kamen aus Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Blitzschlag auch auf der Bundesgartenschau

Eine Besucherin der Bundesgartenschau (Buga) in Koblenz ist am Freitag leicht verletzt worden, als sie vom Blitz getroffen wurde. Nach Buga-Angaben war die Frau kurz zuvor mit dem Bus angekommen und hatte gerade vom Parkplatz zum Ausstellungsgelände gehen wollen, als die elektrische Ladung niederging. „Der Blitz schlug in den Regenschirm ein, den die Frau aufgespannt hatte", teilte die Buga mit. Die Frau kam in ein Krankenhaus, Lebensgefahr bestand nicht.

Vereinzelt trifft ein Blitz Menschen. Meist dringt er in den Kopf ein und fließt in die Erde ab. Dabei kommt es zu Verbrennungen unterschiedlichen Ausmaßes sowie Herz- und Atemstillstand. Innerhalb von Mikrosekunden erhitzt sich die Luft nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Blitzkanal auf etwa 30.000 Grad.

Wichtigste Verhaltensregeln bei einem Gewitter:

- Den besten Schutz bieten geschlossene Gebäude mit Blitzableitern oder Autos mit geschlossenen Fenstern.

- Wer in der freien Natur überrascht wird, sollte gefährliche Punkte wie einzeln stehende Bäume, Metallzäune oder Anhöhen meiden. Der DWD empfiehlt, Mulden oder Gruben aufzusuchen und sich darin möglichst klein zu machen.

- Vorsicht: Auch auf dem Fahrrad kann man vom Blitz getroffen werden.

- Baden ist bei Gewitter lebensgefährlich, das Wasser sollte sofort verlassen werden.

dpa/gcl