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Panorama Land will Lehrer entlasten
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13:53 25.11.2016
Von Saskia Döhner
Niedersachsen will Lehrern mehr Zeit für Unterricht geben. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Diese Vorschläge machte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) jetzt bei einem Runden Tisch und stieß dabei bei den Bildungsverbänden auf viel Zustimmung. Bei einer Online-Befragung des Landes hatten knapp 10.000 Lehrer angegeben, dass sie vor die bundesweiten Vergleichsarbeiten, die in den Jahrgängen 3 und 8 geschrieben werden müssen, und die Schulinspektion, der sich eine Schule im Schnitt alle vier bis sechs Jahre unterziehen muss, erheblich belasten.

Heiligenstadt sagte am Freitag in Hannover, den Termin der Vergleichsarbeiten könnten die Schulen jetzt in einem weitgesteckten Zeitfenster selbst wählen. Alle Grundschulen müssen ihre Drittklässler in Mathematik und Deutsch sowie die weiterführenden Schulen die Achtklässler in Deutsch, Mathe und Englisch einem bundesweiten Vergleich unterziehen. Dabei muss jede Schule nur in einem Fach an der Vergleichsarbeit teilnehmen. Künftig sollen sie selbst entscheiden, ob sie den gesamten Test oder nur einzelne Teile mitmachen. Zudem sollen im  nächsten Jahr an 60 Pilotschulen die Vergleichsarbeit per Computer gemacht werden, damit entfällt für die Lehrer die Korrektur.

Die Schulen, die in Deutsch, Mathematik oder Englisch an einer Vergleichsarbeit teilnehmen, können zudem eine der anderen regulären Arbeiten streichen. Es müssen in den Hauptfächern aber mindestens vier Arbeiten pro Schuljahr geschrieben werden.

Die Schulinspektion soll zu einem Schul-Feedback entwickelt werden. So könnten Schulen sich selbst überlegen, welchen Bereich sie besonders geprüft haben wollen, etwa altsprachlichen oder naturwissenschaftlichen Unterricht. Lehrer sollten eine direkte Rückmeldung für ihren Unterricht erhalten. "Vom Überprüfen, messen und bewerten kommen wir zum Unterstützen und Beraten", sagte Heiligenstadt. Ein halbes Jahr nach der Inspektion solle noch einmal die Wirksamkeit der Beratung in den Blick genommen werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft lobte, dass man nur von Kennzahlen und Zielvereinbarungen wegkomme. So bleibe mehr Zeit für guten Unterricht.

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