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Panorama Fahren mit der alten Nummer
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00:15 28.11.2013
Die neuen KFZ Kennzeichen: In Niedersachsen können bisher zehn alte Buchstabenkombinationen reaktiviert werden. Quelle: Hubert Jelinek/dpa
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Hannover

Hannover. Die Liebe ist eine alte, und sie heißt ALF. Doch damit ist nicht etwa ein pelziger Außerirdischer aus einer US-amerikanischen Serie gemeint, sondern das Autokennzeichen von Alfeld im Landkreis Hildesheim. Das Kennzeichen ist mehr als 30 Jahre alt und wurde vor rund einem Jahr wieder eingeführt. Seitdem erfreut es sich wachsender Beliebtheit: Fast 4000 Autofahrer schraubten lieber ALF statt HI für Hildesheim an ihre Wagen. Bei einer Umfrage in Alfeld hatten sich zuvor mehr als 70 Prozent für das Kennzeichen ausgesprochen. Die Stadt schloss sich dem Votum an, weil sie sich eine höhere Identifikation und Werbewirkung versprach - mit Erfolg: „In meiner Kindheit habe ich noch viele solcher Kennzeichen gesehen. Also führen wir diese Tradition fort. ALF ist ein echter Sympathieträger für die ganze Gegend“, sagt der Alfelder Karsten Stöckmann.

Möglich macht die Wiedereinführung die sogenannte Kennzeichenliberalisierung. Alte Kennzeichen sind wieder zugelassen, die im Zuge verschiedener Gebietsreformen in den siebziger Jahren verloren gingen. In Niedersachsen gibt es neben ALF derzeit neun weitere wiedereingeführte Kennzeichen; rund 37 600 Niedersachsen haben ein Altkennzeichen. In Bremervörde sind die alten Kennzeichen am beliebtesten, knapp 8200 Autos sind derzeit mit dem Kürzel BRV unterwegs. Ähnliches Interesse gibt es mit fast 5000 Zulassungen für Norden, fast 6200 für Rinteln und rund 1700 für Braunlage und Clausthal-Zellerfeld. „Man muss bedenken, dass Braunlage und Zellerfeld relativ kleine Gemeinden im Kreis Goslar sind - dafür wird das Angebot sehr gut angenommen“, sagt ein Kreissprecher. Aus dem Kreis Aurich hatten sich sogar 2700 Pkw-Besitzer vorab Schilder mit dem Kürzel NOR für Norden reservieren lassen.

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Die Wiedereinführung der alten Kennzeichen stößt nicht bei allen Kommunen auf Gegenliebe: So scheiterten niedersachsenweit 13 Anträge, alte Kennzeichen neu zu besetzen. Die Region Hannover lehnte beispielsweise die Wiederbelebung von gleich drei alten Kürzeln ab. „Das hat sich nicht durchgesetzt, weil Regionspräsident Hauke Jagau meinte, das widerspreche dem Regionsgedanken“, heißt es bei einer der zuständigen Kfz-Zulassungsstellen. Die Zulassung der „Wunschkennzeichen“ bringt den Kommunen mehr Geld: Die Kosten von rund 40 Euro tragen die Autofahrer; was den Aurichern beispielsweise rund 130 000 Euro zusätzlich einbrachte.

Von Sabrina Mazzola

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