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Panorama Taxi für Marienkäfer
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20:40 13.06.2016
Sollen bei der Schädlingsbekämpfung helfen: Marienkäfer. Quelle: dpa
Hannover

Die Drohne soll die Tierchen gezielt über biologisch angebautem Getreide und Obstgärten abwerfen, damit sie dort Blattläuse und andere Schädlinge verschlingen. So kämen sie auch zu Feldern, die ihnen eigentlich zu weit entfernt seien, berichtet die BBC.

Bei dem Drohnenprojekt geht es um die Entwicklung neuer Verfahren, um den Einsatz von Pestiziden zu vermeiden, sagt Brad Beach von der Syddansk Universitet. Vor allem der Anbau von biologisch hergestellten Nahrungsmitteln soll dadurch gefördert werden. Mit der Zeit werden die durch Schädlinge verursachten Ernteverluste verringert – und so könnten die Lebensmittel auch günstiger werden.

Einsatz über Erdbeerfeldern und Obstgärten

Schon seit Jahren sehen Forscher und Landwirte den Einsatz von Insekten und Milben als wirkungsvolles Mittel zur Steigerung der Erträge ohne Rückgriff auf Pestizide und andere chemische Substanzen. Jetzt ist zunächst geplant, die Drohnen über Erdbeerfeldern, Nadelbaumkulturen und Obstgärten mit relativ geringer Fläche einzusetzen.

Das Forscherteam ist jedoch davon überzeugt, dass die Drohnen langfristig auch in größerem Maßstab genutzt werden können: „Bisher ist es schwierig und zu teuer gewesen, die eigenen Schädlingsbekämpfungsmethoden der Natur auf großen Flächen zu verwenden, aber durch die Drohnen ist dies jetzt möglich“, erklärt Professor Søren Wiatr Borg.

Gefahr am Boden für die Ernteschützer

Doch das Insektenprojekt ist nicht unkompliziert: „Die Herausforderung ist, eine Streumaschine zu entwickeln, die die Insekten verbreiten kann, ohne sie zu zerstören“, erläutert Borg. Um eine gleichmäßige Verteilung der Insekten zu gewährleisten, muss zudem der Luftstrom unter der Drohne gemessen werden.

Den kleinen Ernteschützern drohen nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden Gefahren: „Sie müssen die Schädlinge fressen, bevor sie selbst als Vogelfutter enden.“ Für die Förderung des Projekts hat die dänische Regierung bereits 1,12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Von Melanie Höhn

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