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Panorama Container auf Inselstränden sollen geborgen werden
Mehr Welt Panorama Container auf Inselstränden sollen geborgen werden
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17:57 03.01.2017
Von Karl Doeleke
Mehrere Container sind an den Stränden der ostfriesischen Inseln angespült worden. Quelle: dpa
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Cuxhaven

Bei der Reederei Drevin in Cuxhaven sind sie inzwischen gehörig genervt. „Die Container werden geborgen – und gut is’.“ Auf mehr will sich Geschäftsführer Mark Drevin nicht einlassen. Der Reeder muss sich um seine havarierten Transportboxen kümmern. In einem Sturm während der Weihnachtsfeiertage waren 16 Container von dem von Drevin bereederten Frachter „Thedis D.“ in die Nordsee gefallen. Elf wurden auf den ostfriesischen Inseln Wangerooge, Langeoog, Spiekeroog und Norderney angespült.

Zwei Container sind geborsten

Vor allem auf Wangerooge beschäftigt das die Insulaner, wo fünf der mit Bauholz gefüllten Container angelandet sind. Für Touristen waren sie über die Feiertage ein beliebtes Ausflugsziel, aber zwei der Stahlkisten drohen bei einem größeren Sturm das zum Schutz der Insel gedachte Deckwerk am Nordwesten Wangerooges zu beschädigen. „Wir haben hier für die nächsten Tage ordentlich Wind und Wasser angesagt“, erklärt Inselbürgermeister Dirk Lindner. „Meine Sorge ist, dass die Container aufgeschwemmt werden und das Deckwerk beschädigen oder in die Fahrrinne driften.“

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Dabei hatten sie nach dem Weihnachtssturm schon genug zu tun. Tief „Barbara“ hatte ordentlich am Strand genagt, laut Lindner 50 000 Kubikmeter Sand weggespült, was für mindestens 300 000  Euro repariert werden müsse. „Und dann muss unsere Feuerwehr auch noch Silvester ausrücken und Holzbalken bergen.“ Zwei der Container waren in der Brandung geborsten. Ärger schwingt in Lindners Worten mit, dass Reederei, Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) sowie Versicherungen so lange gebraucht haben, um die Bergung zu organisieren. Jetzt aber hat die Reederei ein Konzept beim WSA in Wilhelmshaven vorgelegt.

Containergut darf nicht gesammelt werden

Die Container sollen bis Mitte Januar weggeschafft werden. Donnerstag oder Freitag soll es losgehen. Langsam wird es Zeit. Dienstagmorgen um 4 Uhr war das Hochwasser 1,50 Meter höher als normal angesagt – laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ist das an der Grenze zu einer Sturmflut.

Einige Insulaner dürften sich inzwischen strafbar gemacht haben. Sie sollen sich einige der Balken „gesichert“ haben, wie die „Nord-West-Zeitung“ schreibt. Das ist laut Frank Mauritz vom Hauptzollamt in Oldenburg verboten. Man habe ein sogenanntes Verfügungsverbot erlassen, weil Waren bei der Einfuhr in die EU verzollt werden müssen. Die Insulaner haben also Waren illegal in die EU eingeführt.      

Verlust auf hoher See

90 Prozent des weltweiten Warenverkehrs wird nach Angaben des World Shipping Councils (WSC) auf Frachtschiffen transportiert, mehr als die Hälfte davon in Frachtcontainern. Schätzungen gehen davon aus, dass täglich fünf bis sechs Millionen Container auf den Weltmeeren unterwegs sind. Wie viele dabei durch Havarien oder durch Stürme verloren gehen, ist unklar.
Der WSC, dessen Mitgliedsunternehmen eigenen Angaben zufolge für 90 Prozent der weltweiten Containerkapazitäten stehen, führt regelmäßige Umfragen bei seinen Mitgliedern durch. Laut der Mitgliederbefragung aus dem Jahr 2014 fielen von 2011 bis 2013 im Schnitt jährlich rund 730  Container von Bord (ohne Havarien). Werden katastrophale Ereignisse berücksichtigt, steigt die Zahl der verlorenen Container auf knapp 2700 pro Jahr.  

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