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Panorama Chirurgen
 entfernen Tumor
 von sieben Kilo
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 entfernen Tumor
 von sieben Kilo
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13:17 16.01.2010
Tumor wog sieben Kilo. Quelle: Peer Flemming
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Dreieinhalb Stunden dauerte die Operation im Peiner Klinikum, am Ende hatten die Chirurgen einer 78-Jährigen einen sieben Kilo schweren Tumor aus der Bauchhöhle entfernt. „Ein Neugeborenes wiegt etwa dreieinhalb Kilo“, sagt der Privatdozent Dr. Christian Eickmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Die Seniorin hat die Operation gut überstanden. Ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt, steht allerdings noch nicht fest.

Die Patientin war zum Arzt gegangen, weil ihr die Hose nicht mehr gepasst habe, sagt Dr. Eickmann. Die 78-Jährige habe zu diesem Zeitpunkt schon das Gefühl gehabt, dass etwas nicht stimmt. Die Diagnose nach der Ultraschalluntersuchung überraschte die Seniorin dann aber doch. Die Ärzte handelten schnell und setzten den Operationstermin an. „Diese Tumoren wachsen sehr schnell“, erklärt der Chefarzt.

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Wichtig sei, dass das Gewebe vollständig entfernt wird. „Es bringt nichts, nur Teile herauszunehmen. Sonst wächst der Tumor ganz schnell wieder nach“, sagt er. Die Untersuchung des Tumors übernehmen Eickmanns Kollegen vom Pathologischen Institut in Celle. Von dem Ergebnis wird die weitere Behandlung der Seniorin abhängen. Weil Geschwüre durch moderne Diagnosemittel häufig schon in frühem Stadion erkannt werden, seien Tumoren dieser Größe inzwischen eine echte Rarität, sagt der Chefarzt. „In meiner gesamten 16-jährigen Laufbahn habe ich noch nie einen so großen Tumor operiert.“

pif