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Panorama Chávez-Twitter: Gas-Plattform vor Karibikküste gesunken
Mehr Welt Panorama Chávez-Twitter: Gas-Plattform vor Karibikküste gesunken
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17:20 13.05.2010
Die Gas-Bohrplattform „Aban Pearl“ ist vor der Karibikküste Venezuelas gesunken.
Die Gas-Bohrplattform „Aban Pearl“ ist vor der Karibikküste Venezuelas gesunken. Quelle: afp
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Vor der Karibikküste Venezuelas ist eine Gas- Bohrplattform nach technischen Problemen in Schräglage geraten und binnen weniger Stunden gesunken. Bei dem Unglück wurde nach Angaben der venezolanischen Regierung von Donnerstag niemand verletzt. Auch bestehe keinerlei Gefahr für die Umwelt. Staatschef Hugo Chávez hatte den Untergang der Plattform „Aban Pearl“ in der Nacht (Ortszeit) über seinen Twitter-Blog gemeldet: „Mit Sorge muss ich mitteilten, dass die Gasplattform „Aban Pearl“ vor einigen Momenten gesunken ist. Die gute Nachricht ist, dass die 95 Arbeiter in Sicherheit sind.“

Eigentümer der vom staatlichen Ölkonzern „Petróleos de Venezuela“ (PDVSA) betriebenen Bohrinsel ist eine indische Firma. Die 1977 in Singapur gebaute „Aban Pearl“ war im Gasfeld „Dragón“ vor dem nordöstlichen Bundesstaates Sucre im Einsatz. Wie Energie- und Ölminister Rafael Ramírez mitteilte, schaltete sich am späten Mittwochabend wegen technischer Probleme am Pontonsystem das Frühwarnsystem der Plattform ein, die immer stärker in Schieflage geriet. Als die Neigung zehn Prozent erreichte, wurden die Arbeiter, bis auf den Kapitän und wenige Experten, in Sicherheit gebracht. Bei 45 Grad verließen die Letzten die Plattform.

Gegen 2.30 Uhr (Ortszeit) in der Nacht sei die Anlage dann völlig im Meer versunken, sagte Ramírez dem staatlichen Fernsehen VTV. Er betonte, die Bohrplattform sei in technisch einwandfreiem Zustand gewesen und von einem Gutachter für die Arbeiten freigegeben worden. An der Unglücksstelle trete kein Gas aus, versicherte Ramírez, der auch PDVSA-Präsident ist. Die Rohrverbindung zu dem Bohrloch sei automatisch gekappt und auch das Bohrloch selbst verschlossen worden. Bei dem Untergang einer Ölplattform im Golf von Mexiko vor drei Wochen hatten sich die Sicherheitsventile nicht geschlossen. Seit dem Unfall strömt dort Rohöl ins Meer. Den Spezialisten der Ölfirma ist es bisher nicht gelungen, das Leck zu schließen.

dpa

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