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Panorama Time to say goodbye, Hameln
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18:18 14.06.2014
Mehrere hundert Soldaten waren zum Abschied mit Musik und Bajonett durch die Innenstadt marschiert.
Mehrere hundert Soldaten waren zum Abschied mit Musik und Bajonett durch die Innenstadt marschiert. Quelle: dpa
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Hameln

Nach 69 Jahren haben die britischen Streitkräfte am Samstag Hameln verlassen. Zur Abschiedsparade kam auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Vor der Marktkirche St. Nicolai wurde das 28. Pionierregiment stellvertretend vom Landeskommando Niedersachsen mit dem Fahnenband der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Mehrere hundert Soldaten waren zuvor mit Musik und Bajonett durch die Innenstadt marschiert. Einige der eigens angereisten Veteranen hatten Tränen in den Augen. Als letzter Mann verließ ein Dudelsackspieler den Marktplatz. 

Seit 1945 hatten die Briten Hameln mitgeprägt. Bis 1990 waren in der Stadt gut 3500 Soldaten stationiert. Seither ist die Zahl kontinuierlich gesunken. Zuletzt hatte das Regiment noch rund 470 Soldaten. Nach der Parade durch die Innenstadt sollte es am Nachmittag auf dem Wasserübungsplatz letztmals einen Tag der offenen Tür geben und schließlich um Mitternacht ein Feuerwerk. 

„Die britischen Soldaten verlassen Hameln, nachdem sie mit ihren Familien viele Jahre ein Teil der Stadt gewesen sind“, sagte ein Sprecher der Rheinarmee. „Mit der Parade und der Feier verabschieden sich die Briten offiziell und sagen: It’s time to say goodbye. Wir danken der Stadt und ihren Einwohnern für die Freundschaft, die uns über Jahrzehnte entgegengebracht worden ist“, betonte er. „Wir gehen zwar, werden Hameln aber nicht vergessen.“ 

Für die Rattenfängerstadt sei der Abzug der Briten „ein Einschnitt von historischer Dimension“, hatte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann (parteilos) zuvor erklärt.  Im Rahmen der Umstrukturierung der britischen Streitkräfte ist das 28. Engineer Regiment am Samstag mit einer weiteren Parade auf dem Kasernengelände offiziell aufgelöst worden, wie der Armeesprecher weiter mitteilte.

lni

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