Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Britin hatte offenbar freiwillig sexuellen Kontakt zu Marco Weiss
Mehr Welt Panorama Britin hatte offenbar freiwillig sexuellen Kontakt zu Marco Weiss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:34 17.03.2011
Das Schicksal von Marco Weiss hat Deutschland monatelang bewegt. Quelle: dpa
Anzeige

Der Fall des in der Türkei inhaftierten Marco Weiss hat die Deutschen monatelang bewegt. Erstmals hat sich nun öffentlich der Gynäkologe geäußert, der die damals 13-jährige Britin untersuchte, die der Schüler im Urlaub angeblich sexuell missbraucht haben soll. Ruhig und gelassen habe sie gewirkt und verneint, als er sie fragte, ob etwas gegen ihren Willen oder mit Gewalt geschehen sei, erinnert sich der Arzt in einer Sat.1-Dokumentation. Erste Ausschnitte der Sendung sollten am Donnerstagabend in der Talkshow „Kerner“ (23.15 Uhr) gezeigt werden.

„Ich selbst habe Marco gebeten, sich zu mir aufs Bett zu setzen und dann sind wir uns näher gekommen. Nur wollte ich nicht bis zum Äußersten gehen“, wird das Mädchen von dem Arzt zitiert. Marco sei dann „irgendwann aufgestanden und gegangen“. Die gesamte Dokumentation strahlt Sat.1 im Anschluss an den Fernsehfilm „Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis“ am nächsten Dienstag aus.

Anzeige

2007 saß der damals 17-jährige Marco 247 Tage in türkischer HaDft. Nach seiner Entlassung wurde er in Abwesenheit zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, in Deutschland wurden die Ermittlungen gegen ihn mangels Beweisen eingestellt.

dpa

Mehr zum Thema

„Wir sehen keinen hinreichenden Tatverdacht.“ Ein Satz von Lüneburgs Oberstaatsanwalt Roland Kazimierski, der die Uelzener Familie Weiss in einer ersten Reaktion mit „tiefster Zufriedenheit“ erfüllt, „sein Ruf, seine Ehre ist nach deutschen Wertmaßstäben für uns rehabilitiert.“

04.05.2009

Die Staatsanwaltschaft im türkischen Antalya hält den Uelzener Schüler Marco Weiss im Prozess um den sexuellen Missbrauch eines britischen Mädchens für schuldig.

05.06.2009

Der Freispruch, auf den Marco Weiss gehofft hatte, ist ausgeblieben. „Schuldig“ lautete das Urteil der Richter in Antalya, die den jungen Deutschen wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen zu zwei Jahren und knapp drei Monaten Haft verurteilten.

17.09.2009