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Panorama Bundeswehr-Ausbildungszentrum hat neuen Chef
Mehr Welt Panorama Bundeswehr-Ausbildungszentrum hat neuen Chef
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17:01 23.06.2017
Von Thomas Tschörner
Olaf Rohde (von links), Frank Leidenberger und Norbert Wagner bei der Übergabe des Ausbildungszentrums. Quelle: Thomas Tschörner
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Munster

Leidenberger, der Kommandeur für die deutschen Teile von multinationalen Korps ist, lobte Wagner als vorbildlichen Offizier, der sich vor allem der Ausbildung gewidmet habe. "Der Chef allein ist nichts, es geht immer nur im Team", sagte er vor  Soldaten und Gästen, darunter Munsters Bürgermeisterin Christina Fleckenstein und der stellvertretende Generalinspekteur des Heeres, Generalleutnant Carsten Jacobson. Und Munster sei ein starkes Team, dem als Mutterhaus des mechanisierten Kampfes eine Schlüsselrolle zukomme. Weil Landes- und Bündnisveteidigung wieder Priorität hätten, würde die Bedeutung von Munster weiter steigen. Mit der "Ausbildung der Ausbilder" habe Wagner Standards gesetzt, die auch bei internationalen Partnern eine positive Resonanz gefunden hätten. Mit dem Wechsel nach Leipzip sei er quasi sein eigener Chef geworden.

Wagner verwies auf die lange Tradition und den guten Ruf des Ausbildungszentrums in der Bundeswehr. Mit der Führerausbildung der gepanzerten Kampftruppe, der Heeresaufklärertruppe, der Artillerie einschließlich der taktischen Feuerunterstützung und des Offiziernachwuchses sei Munster die zentrale Ausbildungseinrichtung für das mechanisierte Gefecht. "Unsere Führungskultur, die Innere Führung einschließlich der Auftragstaktik ist zwingend angewiesen auf gegenseitiges Vertrauen." Dieses Vertrauen habe er stets zu seinen Soldaten und zivilen Mitarbeitern gehabt.

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Er freue sich auf die neue Aufgabe, sagte Rohde, der zuletzt im Verteidigungsministerium der Leiter der Arbeitsgruppe Attraktivität war. Die bewährte Arbeit Wagners werde er fortsetzen, aber sicher auch einige neue Akzente setzen. Die gepanzerten Kampftruppen, die in den vergangenen Jahren stark reduziert wurden, gewännen mit dem Zuwenden zur Landes- und Bündnisverteidigung wieder größere Bedeutung. Damit werde auch neues Material benötigt. "Das ist keine Aufrüstung, wir füllen jetzt lediglich die Lücken wieder auf", betonte Rohde.

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