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Panorama „Blow Up“-Gefahr wegen Sahara-Hitze: Tempolimits auf ersten Autobahnen verhängt
Mehr Welt Panorama „Blow Up“-Gefahr wegen Sahara-Hitze: Tempolimits auf ersten Autobahnen verhängt
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11:59 25.06.2019
Hitzeschäden auf einer Autobahn. Quelle: Jan Helmecke/dpa
Halle

Heiß, heißer, Hoch Ulla: Wegen der hohen Temperaturen müssen sich Autofahrer im Osten und Südwesten Deutschlands auf zusätzliche Tempolimits auf Autobahnen einstellen.

Auf mehreren geschädigten Abschnitten der Autobahnen 9 und 38 in Sachsen-Anhalt gelten bis auf weiteres Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie der Chef der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer sagte. Dies seien Vorsichtsmaßnahmen. Der Hintergrund: Dort können geschädigte Betondecken bei anhaltend hohen Temperaturen abrupt aufbrechen und sich anheben (Blow Up).

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Betroffen sei die A9 zwischen dem Schkeuditzer Kreuz und Halle – dort gilt Tempo 120. Ein Limit von 100 Kilometern pro Stunde wurde für die A9 in Richtung München zwischen Naumburg und Droyßig sowie rund um Weißenfels festgelegt. Auf der A38 müssen Autofahrer in beiden Richtungen zwischen Merseburg-Süd und Merseburg-Nord langsamer fahren sowie in Richtung Leipzig zwischen Lützen und der Grenze zu Sachsen. Im Sommer 2015 hatte die Hitze die A9 bei Bad Dürrenberg aufgewölbt. Der Abschnitt wurde gesperrt und wochenlang repariert.

Tempolimit auch auf A7 wegen Hitze – Gefahr von Blow-ups

Auch in Baden-Württemberg gibt es erste Einschränkungen: Dort verhängte das Regierungspräsidium Stuttgart eine zusätzliche Geschwindigkeitsbegrenzung. Betroffen sei ein rund drei Kilometer langer Abschnitt der A7 südlich der Anschlussstelle Westhausen im Ostalbkreis, teilte die Behörde mit. Hinzu kommt demnach ein fünf Kilometer langer Abschnitt der A7 auf bayerischem Gebiet in nördlicher Richtung ab der Anschlussstelle Dinkelsbühl/Fichtenau.

Auf diesen Strecken gilt Tempo 80 seit Dienstag und voraussichtlich noch bis zum 4. Juli. Hauptgrund ist die Gefahr plötzlicher Verwerfungen von Betonfahrbahnen, sogenannter Blow-ups. Nebeneinander liegende Betonplatten können sich bei großer Hitze nicht ausreichend ausdehnen, wenn die Abstände zwischen ihnen nicht elastisch genug sind. Sie können sich übereinander schieben, aufwölben oder gar aufplatzen - eine potenziell erhebliche Unfallgefahr.

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Von RND/dpa