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Panorama Blitzeis und Schnee behindern Weihnachtsreisende
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07:38 23.12.2009
Flughafen Frankfurt Quelle: ddp
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Die Fluggesellschaften buchten innerdeutsche Passagiere auf die Bahn um. Rund 8000 Reisende kamen jedoch nicht weiter. 5000 von ihnen konnten von den Fluggesellschaften in Hotels untergebracht werden. Allein die Lufthansa verteilte 4000 Hotelgutscheine. 3000 Fluggäste mussten die Nacht in den Flughafengebäuden verbringen. „Wir haben 1000 Feldbetten aufgestellt“, berichtete ein Fraport-Sprecher. Die Lufthansa verteilte an die in den Gebäuden gestrandeten Passagiere Getränke und Essen. „Natürlich wollen wir nicht, dass unsere Passagiere die Nacht auf dem Flughafen verbringen müssen, sagte Lufthansa-Sprecher Patrick Meschenmoser. Die Hotels in Frankfurt und in der Umgebung des Flughafens seien aber am Abend ausgebucht gewesen.

Die Probleme am Frankfurter Flughafen hatten bereits am Montag nach heftigen Schneefällen begonnen. Wegen Eisregens musste am Dienstagmittag auch der Flughafen Berlin-Tegel für etwa eine Stunde schließen. Das Wetterchaos hatte auch Auswirkungen auf den Flughafen Hannover-Langenhagen. Dort wurden gestern insgesamt vier Flüge gestrichen. Die Passagiere von und nach Frankfurt sowie Amsterdam mussten Züge nehmen, berichtete ein Flughafensprecher.

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Besonders stark vom schlechten Wetter war Großbritannien betroffen. Der zweitgrößte Flughafen Gatwick war für mehrere Stunden geschlossen. In Italien sah es nicht besser aus. Auf dem Flughafen Mailand mussten Hunderte Passagiere die Nacht verbringen, nachdem Alitalia alle Flüge gestrichen hatte.

Die Fluggesellschaft EasyJet annullierte quer durch Europa rund 180 Flüge wegen des starken Schneefalls, unter anderem in London-Gatwick, Rom-Fiumicino, Madrid und Charles de Gaulle. Auch British Airways musste einige Flüge streichen, ebenso wie Ryanair.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dürfte der Flugverkehr in den nächsten Tagen wesentlich reibungsloser verlaufen. Der Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst in Hamburg, Reinhard Strüfing, sagte gestern für die nächsten Tage „Schmuddelwetter“ mit Temperaturen um null Grad voraus. „Das ist ein Wetter, das den Flugbetrieb nicht stören dürfte“, meinte er. Kritischer könnte es auf den Straßen werden. In den Nächten auch an den Feiertagen werden leichte Minusgrade erwartet. „Autofahrer sollten sich auf Glatteis einstellen.“

Erneut gibt es bei der Bahn Probleme. Ausgerechnet im Weihnachtsverkehr fällt auf der ICE-Strecke Berlin–Leipzig–Nürnberg–München jeder zweite Zug aus. Wie die Bahn am Dienstagabend mitteilte, werden die ICE auf dieser Verbindung vom heutigen Mittwoch bis zum 27. Dezember nur im Zwei-Stunden-Takt statt wie üblich jede Stunde fahren. Zur Begründung hieß es, die Züge müssten wegen des Winterwetters besonders intensiv gewartet werden. Einzelheiten konnte ein Sprecher auf Anfrage nicht nennen.

von Mathias Klein
 und Bernd Haase

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