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Panorama Bisher 49 Tote nach Grubenunglück geborgen
Mehr Welt Panorama Bisher 49 Tote nach Grubenunglück geborgen
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15:16 23.06.2010
Bisher wurden 49 Tote nach dem Grubenunglück in Kolumbien geborgen. Quelle: dpa
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Die Leichen von 22 weiteren Bergarbeitern, die bei der schweren Methangasexplosion am Mittwoch vergangener Woche ums Leben gekommenen waren, seien von Suchtrupps bereits gefunden worden, teilte der Direktor der Behörde für Katastrophenschutz der Provinz Antioquia, John Rendón, mit. Sie hätten jedoch wegen der hohen Konzentration von Methangas und Kohlenmonoxid bisher nicht aus der bis zu 2500 Meter tiefen Kohlemine nahe der Stadt Amagá geborgen werden können.

In der Mine San Fernando südlich von Medellín arbeiten normalerweise 600 Kumpel, aber zum Zeitpunkt des Unglücks war gerade Schichtwechsel. Die Anlage galt als technisch relativ gut ausgestattet und für kolumbianische Verhältnisse einigermaßen sicher. Noch in der Woche vor dem Unglück hatte sie eine Sicherheitsüberprüfung bestanden. Allerdings fehlten ihr nach Angaben des Gouverneurs von Antioquia, Alfredo Ramos, Gasmelder und eine Entlüftungsanlage. 2008 starben dort fünf Arbeiter bei einem Wassereinbruch. 1977 waren in einer in der Nähe gelegenen Mine 86 Arbeiter durch eine Gasexplosion ums Leben gekommen.

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dpa