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Panorama Berliner U-Bahn-Schläger müssen lange in Haft
Mehr Welt Panorama Berliner U-Bahn-Schläger müssen lange in Haft
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18:45 01.10.2009
Das Opfer leidet noch immer an den Folgen.
Das Opfer leidet noch immer an den Folgen. Quelle: ddp/Archiv
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Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die mittlerweile 17- bis 19-Jährigen in der Nacht zu Silvester des vergangenen Jahres mehrere Männer in der Berliner U-Bahn tätlich angegriffen und einen der Männer schwer verletzt hatten.

Die Angeklagten hatten einen 34-jährigen Mann attackiert, der an einem U-Bahnhof in Berlin-Spandau auf einer Bank saß. Als der Mann versuchte zu flüchten, stießen ihn die Täter nach Feststellung des Gerichts eine Treppe herunter und traten auf seinen Kopf und Körper ein. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und Hirnblutungen. Er musste zweimal operiert werden und leidet bis heute an den Folgen des Überfalls.

Der Vorsitzende Richter Kai Dieckmann verhängte hohen Strafen, von drei Jahren und sechs Monaten bis zu fünf Jahren, dem Höchststrafmaß bei Jugendstrafen. In seinem Urteil begründete er seine Entscheidung damit, dass die Jugendlichen mit ihrer Tat eine so schwere Schuld auf sich geladen hätten, dass lange Jugendstrafen ausgesprochen werden müssten. Die Angeklagten hätten Streit gesucht und die U-Bahn als "Art Ersatzkriegsschauplatz" benutzt, um sich selbst zu stabilisieren. Das Gericht ließ die Revision zum Bundesgerichtshof zu.

afp