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Panorama Berliner Kassenärzte kritisieren Haftungsregeln für Grippeimpfstoff
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08:30 22.10.2009
Ein Fläschchen mit dem Impfstoff „Pandemrix“ (r.) und ein Fläschchen mit dem dazugehörigen Wirkstoffverstärker (l.) des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline
Ein Fläschchen mit dem Impfstoff „Pandemrix“ (r.) und ein Fläschchen mit dem dazugehörigen Wirkstoffverstärker (l.) des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline Quelle: ddp
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Die „Berliner Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtete vorab, die KV weise in einem Brief darauf hin, dass der Impfstoffhersteller Glaxo SmithKline vertraglich von der Haftung für sein Produkt freigestellt sei. Das bedeute: Sollte es bei geimpften Patienten hinterher zu Nebenwirkungen und Gesundheitsbeeinträchtigungen kommen, müssten der Staat oder gar der behandelnde Arzt für die auftretenden Schäden aufkommen - nicht aber der Hersteller.

Die KV rate den Ärzten deswegen, ihre Patienten gewissenhaft zu beraten, schrieb das Blatt. Die Impfung sei nicht so erprobt und unbedenklich wie die gebräuchlichen Standardimpfungen.

Der stellvertretende Berliner KV-Chef Uwe Kraffel widersprach der Darstellung des Bundesgesundheitsministeriums, derzufolge Pharmafirmen generell nicht für Impfschäden geradestehen müssen. „Der Hersteller haftet, wenn sein Impfstoff nicht in Ordnung ist“, sagte er der Zeitung. Unklar sei, ob der Berliner Senat oder die Ärzte nun für dieses Risiko einstehen müssen. Grundsätzlich würden Ärzte bei Impfungen nur für den Fall haften, dass sie ihre Patienten zuvor nicht hinreichend aufgeklärt haben. Dies sei mit den Informationen, die der Berliner Senat den Medizinern zur Verfügung gestellt hat, aber nicht gewährleistet.

ddp