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Panorama 15.000 Haushalte in Berlin nach Feuer ohne Strom - vermutlich Brandstiftung
Mehr Welt Panorama 15.000 Haushalte in Berlin nach Feuer ohne Strom - vermutlich Brandstiftung
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09:02 02.10.2021
In Berlin sind wegen des Brandes einer Versorgungsleitung am Samstagmorgen etwa 15.000 Haushalte im Ortsteil Prenzlauer Berg ohne Strom gewesen (Symbolbild).
In Berlin sind wegen des Brandes einer Versorgungsleitung am Samstagmorgen etwa 15.000 Haushalte im Ortsteil Prenzlauer Berg ohne Strom gewesen (Symbolbild). Quelle: picture alliance / Fotostand
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Berlin

Wegen einer mutmaßlichen Brandstiftung an einer Starkstromleitung in Berlin-Prenzlauer Berg sind in der Nacht zu Samstag etwa 15.000 Haushalte ohne Strom gewesen. Zum Teil dauerte der Stromausfall auch am Samstag noch an. Eine Fußgängerbrücke über den S-Bahnring an der Dänenstraße, unter der die Leitung verläuft, stand komplett in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer begann gegen 3.15 Uhr und war nach einer halben Stunde gelöscht. Bewohner eines nahe gelegenen Mietshauses mussten ihre Wohnungen zwischenzeitlich verlassen.

Polizei setzt spezielle Aufbauorganisation ein

Die Hintergründe des Feuers waren am Samstag laut Polizei zunächst noch nicht vollständig geklärt. Die Kriminalpolizei schloss sowohl eine gezielte Brandstiftung wie auch eine fahrlässige, also versehentliche Brandstiftung nicht aus. Gleichzeitig prüfte auch der für extremistische Taten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA), ob es ein politisches Motiv gegeben haben könnte.

Die Polizei setzte eine spezielle Aufbauorganisation ein, um die Lage in der Nacht zu beobachten, den Einsatz zu koordinieren und bei möglichen weiteren Taten schnell reagieren zu können.

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Im Twitterkanal Stromnetz Berlin hieß es zunächst in der Nacht, die Behebung des Schadens dauere bis 6.00 Uhr morgens. Dann wurde gemeldet, der Schaden sei beseitigt. Am Vormittag wurde getwittert: „Der Stromausfall in Berlin Prenzlauer Berg dauert noch an! Eine Prognose zur Wiederversorgung kann derzeit nicht getroffen werden. Wir halten euch auf dem Laufenden.“

Die Feuerwehr schrieb am Morgen, der Brand sei gelöscht worden. „Aufgrund der Brandschäden an der Stromversorgung besteht aktuell im Bereich Gleimviertel und Helmholtzkiez für vereinzelte Haushalte Stromausfall. Schadensbehebung läuft derzeit.“

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, twitterte: „Das ist keine politische Meinungsäußerung. Wer Brandanschläge auf wichtige Bestandteile unserer Infra- und Versorgungsstruktur verübt, handelt absolut sinnfrei und greift unser demokratisches Zusammenleben an. Diese extremistischen Anschläge fordern vielleicht keine Menschenleben, sind aber dennoch ein perfider Versuch zu destabilisieren, was man nicht kleinreden sollte.“

Brandanschläge auf Versorgungseinrichtungen in Berlin sind schon mehrfach vorgekommen. Die Täter waren laut Bekennerschreiben im Internet oft Linksextremisten. Im Oktober vor einem Jahr gab es einen Brandanschlag auf Kabelverbindungen der S-Bahn nahe dem Bahnhof Frankfurter Allee in Friedrichshain. Der S-Bahn-Verkehr war lange gestört.

RND/dpa

Der Artikel "15.000 Haushalte in Berlin nach Feuer ohne Strom - vermutlich Brandstiftung " stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.