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Panorama „Wie nach einem Bombenangriff“
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15:18 11.03.2014
Foto: Das Haus in Itzehoe ist nach der Explosion völlig zerstört. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange.
Das Haus in Itzehoe ist nach der Explosion völlig zerstört. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange. Quelle: dpa
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Itzehoe

Die Zahl der Toten nach der gewaltigen Explosion eines Hauses im schleswig-holsteinischen Itzehoe ist auf vier gestiegen. Helfer bargen in der Nacht die Leiche eines 45-jährigen Hausbewohners aus den Trümmern, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Es war die letzte Person, die noch vermisst worden war. 15 Menschen erlitten Verletzungen - zwei von ihnen schwebten weiter in Lebensgefahr, zwei weitere kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Unglücksursache ist weiter unklar. Gasgeruch allein sei kein hinreichender Beleg, sagte eine Polizeisprecherin.

Bei strahlendem Sonnenschein gingen am Dienstagvormittag die Aufräumarbeiten weiter. Das völlig zerstörte Haus ist weiträumig abgesperrt. Polizisten schützen das Arreal. Die Sucharbeiten nach möglichen Opfern ist eingestellt. Jetzt werden mit schwerem Gerät die großen Schuttmengen abgefahren. „Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg“, meinte ein Augenzeuge.

Die Explosion am Montag gegen 9.00 Uhr hatte das Haus vollständig zerstört. Ihre Druckwelle beschädigte auch etliche angrenzende Gebäude. Rund 100 Menschen durften daher nicht in ihre Wohnungen zurück, Statiker sollten die Häuser zunächst begutachten. Die Betroffenen wurden teilweise in Hotels untergebracht.

Bis spät in die Nacht suchten Spürhunde und Rettungskräfte unter den Trümmern nach dem letzten Vermissten. Die Suche gestaltete sich schwierig. Die Helfer mussten den Schutt teils mit bloßen Händen abtragen. „Nach dem Umschaufeln von diversen Tonnen Schutt und dem nochmaligen Einsatz von Spürhunden gelang es den Einsatzkräften um 01.03 Uhr schließlich, die Person tot zu bergen“, teilte die Polizei in der Nacht mit. Rund 365 Rettungskräfte waren im Einsatz. Polizisten sichern weiterhin die Unglücksstelle.

Die Kriminalpolizei hatte bereits am Montag Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Auf der Straße vor dem Mehrfamilienhaus gab es Sanierungsarbeiten - anfangs war daher vermutet worden, ein Bagger habe eine Gasleitung beschädigt. Obwohl laut Polizei die Explosionsursache ungeklärt ist, wurde in den Straßen rund um die Unglücksstelle das Gas abgestellt.

In dem Wohnhaus waren den Angaben zufolge elf Menschen gemeldet. Drei  Tote waren Bewohner des Hauses, der vierte ein 58-jähriger Bauarbeiter, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

dpa

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