Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Behindertenwerkstatt: Brandursache geklärt
Mehr Welt Panorama Behindertenwerkstatt: Brandursache geklärt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:48 27.11.2012
14 Kerzen symbolisieren die 14 Menschen, die bei dem Brand in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt starben. Ursache für den Brand soll ein Gasofen gewesen sein. Quelle: dpa
Titisee-Neustadt

Erst ein Knall. Dann die Katastrophe: Eine Werkstatt für Behinderte im Schwarzwald geht in Flammen auf. Für 14 Menschen eine Todesfalle. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft löste ein Gasofen, aus dem unkontrolliert Gas ausgetreten und verpufft war, den Brand aus. Warum das Gas austrat ist weiterhin unklar.

Nach Informationen der Polizei starben 14 Menschen, vermutlich an Rauchvergiftungen, acht weitere erlitten schwere Verletzungen. Die Verletzten sind außer Lebensgefahr, wie der Einsatzleiter der Polizei, Alfred Oschwald, am Montag bei einer Pressekonferenz in Titisee-Neustadt sagte. „Wir gehen davon aus, dass es keine weiteren Toten gibt.“ Das Gebäude sei durchkämmt. Niemand werde mehr vermisst. Unter den Toten seien Behinderte und Betreuer.

Bei Ausbruch des Brandes seien 120 Menschen in dem Gebäude gewesen, sagte Kreisbrandmeister Alexander Widmaier. Die meisten hätten sich selbst retten können. Doch 14 Menschen seien in den Flammen und dem dichtem Rauch hilflos gewesen. Feuerwehrleute bargen ihre Leichen.

Alarmiert wurde die Feuerwehr durch eine Brandmeldeanlage in dem Gebäude. Kurz danach riefen zahlreiche Nachbarn über Notruf an und berichteten von dichtem Rauch. Als Feuerwehrleute eintrafen, seien ihnen schon viele Menschen in Panik entgegengelaufen. Etwa 300 Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten waren am Brandort im Einsatz.

Rettungshubschrauber flogen zur Unterstützung ein. In einer dramatischen Rettungsaktion bargen Feuerwehrleute mit schwerem Atemgerät zahlreiche Menschen aus dem brennenden und völlig verrauchten Gebäude. Als die Löschzüge eintrafen, fanden sie viele völlig panische Menschen vor. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die naturgemäß nicht rational reagieren“, sagte Kreisbrandmeister Alexander Widmaier.

Titisee-Neustadt liegt rund 40 Kilometer östlich von Freiburg im Breisgau. In der Caritas-Werkstatt arbeiten bis zu 120 Menschen mit Behinderungen. Für Gerettete, Angehörige und Einsatzkräfte richtete die Einsatzleitung einen Betreuungsstützpunkt ein. Dort kümmerten sich Psychologen um etwa 100 Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) flogen umgehend mit einem Hubschrauber zum Unglücksort. Kretschmann wollte sich mit Innenminister Reinhold Gall (SPD) über die Lage informieren.

dpa/dapd/naw

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

Auch in Niedersachsen wabern wieder weihnachtliche Düfte durch die Städte. Doch ob an der Küste oder in der Heide – viele Weihnachtsmärkte bieten mehr als heißen Glühwein und gebrannte Mandeln. Eine Übersicht.

26.11.2019

Er soll den Tod seiner Stieftochter Kalinka verursacht haben - vor rund 30 Jahren. Nach seiner Verurteilung im vergangenen Jahr streitet Dieter K. erneut vor Gericht um einen Freispruch.

27.11.2012
Panorama Verstorbener „Dallas“-Star - Asche von Larry Hagman wird weltweit verstreut

Für die Zeit nach seinem Tod hatte „Dallas“-Star Larry Hagman einen besonderen Wunsch: Für immer in aller Welt sein. Der soll ihm jetzt erfüllt werden.

28.11.2012