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Panorama Bad Iburg stimmt für Landesgartenschau
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07:26 07.12.2015
Die Landesgartenschau kann kommen: die Bürger von Bad Iburg haben für die Veranstaltung gestimmt.  Quelle: dpa (Archiv)
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Bad Iburg

Fast 55 Prozent der 9033 stimmberechtigten Bürger beteiligten sich an dem Entscheid. Vor mehr als zwei Jahren hatte sich die Stadt erstmals offiziell um die Landesgartenschau beworben. Anfang 2014 hatte sie vom Land den Zuschlag bekommen. Mitbewerber Bad Gandersheim war unterlegen. Doch im März dieses Jahres änderten sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat, und die Zustimmung zu wichtigen Finanzmitteln für die Vorbereitung der Schau wurde nicht
gegeben. Seitdem stand das Prestigeprojekt im Osnabrücker Land auf der Kippe. Kritiker hatten stets vor den finanziellen Folgen für den kleinen Kurort gewarnt. Für die Ausrichtung der Gartenschau müssten andere wichtige Investitionen etwa in Schulen oder Straßenbau verschoben werden.

Die Befürworter dagegen betonten die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten für Bad Iburg. Die Kommune habe die Möglichkeit, sich zu modernisieren und so für Touristen und Neubürger attraktiver zu werden. Nach den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie würden sich die Kosten für die Durchführung der Landesgartenschau in Bad Iburg auf 6,6 Millionen Euro belaufen – bei einer Besucherzahl von mindestens 500 000. Die Höhe der Investitionskosten ist noch unklar, weil es wegen der vom Rat verweigerten Mittel noch keinen Architektenwettbewerb gab. Eine Studie sieht Kosten von rund 9,5 Millionen Euro. Die Befürworter der Schau betonten, die Investitionen könnten fast zur Hälfte aus Fördermitteln gedeckt werden.

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Die letzte Landesgartenschau Niedersachsen war 2014 in Papenburg; sie wurde für die Stadt um 3,4 Millionen Euro teurer als erwartet. Vom Geschäftsführer der Landesgartenschau trennte sich Papenburg im Streit. Die Geldsorgen der Papenburger hatten wesentlich zum Stimmungsumschwung der Politik in Bad Iburg beigetragen. „Wir sind eine arme Stadt“, hatte etwa CDU-Fraktionschef Ludwig Fischer erklärt. Jetzt haben die Bürger die Sache in die Hand genommen – frei nach dem Berliner Motto „arm, aber sexy“.     

Von Sigrun Stock

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