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Panorama BP: Ölleck trotz „Top Kill“ noch nicht abgedichtet
Mehr Welt Panorama BP: Ölleck trotz „Top Kill“ noch nicht abgedichtet
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21:08 29.05.2010
Quelle: dpa
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Die Operation „Top Kill“ hat auch zwei Tage nach ihrem Beginn noch nicht den ersehnten Durchbruch im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko gebracht. BP-Chefingenieur Doug Suttles räumte am Sonnabend auf einer Pressekonferenz ein, dass noch immer Öl aus dem defekten Bohrkopf ströme und er nicht sagen könne, ob das Verfüllen mit Schlamm und Zement Erfolg haben werde. Andere Möglichkeiten würden geprüft.

Zuvor hatte Suttles noch gesagt, alles laufe nach Plan. Zwar gebe es immer wieder Unterbrechungen, aber dieser Tatsache solle nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden. Sollte das als „Top Kill“ bezeichnete Verfahren scheitern, könnte im schlimmsten Fall noch mehr Öl ins Meer fließen als bisher.

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Experten erklärten, anhand der Bilder der Webcam auf dem Meeresboden, die ständig auf das defekte Bohrloch gerichtet ist, sei derzeit bestenfalls ein geringer Fortschritt zu erkennen. Tony Wood von der Universität Texas A&M erklärte, wenn das, was aus dem Bohrloch komme, zumeist schwarz bleibe, dann handele es sich um Öl und BP habe verloren. Wenn es weißlich sei, dann sei es meist Gas und BP habe ebenfalls verloren. Wenn das austretende Material schlammig-braun sei, wie dies am Freitag häufig der Fall war, dann könne es ein Zeichen dafür sein, dass BP langsam gewinne.

Professor Philip Johnson von der Universität von Alabama erklärte, den Kamerabildern zufolge seien zwei Löcher offenbar etwas kleiner geworden. Top Kill habe möglicherweise einen geringen, aber keinen dramatischen Effekt gehabt. Der Top-Kill-Versuch begann am Mittwoch. BP hat dafür rund 9,5 Millionen Liter Bohrschlamm herangeschafft. Seit Beginn des Unglücks am 20. April strömten nach Schätzung der US-Regierung zwischen 68 Millionen und 151 Million Liter Öl ins Meer.

ap

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