Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Heuler beginnen Leben in freier Wildbahn
Mehr Welt Panorama Heuler beginnen Leben in freier Wildbahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:26 04.08.2016
Foto: Einige der Heuler sind fit genug, um ausgewildert zu werden.
Einige der Heuler sind fit genug, um ausgewildert zu werden. Quelle: dpa
Anzeige
Juist/Norddeich

Die "Heuler" Olli 9, Tristan, Hauke und Frida krochen am Donnerstagabend mal forsch, mal zögernd aus ihren Körben ins Meer. Zwischen 46 und 96 Tage verbrachten die vier Jungtiere zuvor auf der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden, weil sie von ihren Müttern getrennt worden waren. Mit totem Fisch wurden sie gestärkt und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Insgesamt haben die Mitarbeiter der Station in diesem Jahr 177 sogenannte Heuler auf dem Festland geborgen: Seehund-Jungtiere, die von ihrer Mutter getrennt wurden. "30 davon mussten wir einschläfern, weil sie schwere Verletzungen erlitten hatten", sagte Stationsleiter Peter Lienau am Donnerstag. Bis Ende Oktober sollen alle 147 überlebenden Seehunde nach und nach ausgesetzt werden.

Wattwanderer und Sportboote stören junge Seehunde

Die Tiere werden in den ersten Wochen ihres Lebens von der Mutter in kurzen Intervallen im Niedrigwasser gesäugt. "Häufig werden sie dabei vom Menschen gestört, etwa durch ungeführte Wattwanderer oder Sportboote", erklärte Lienau. Dadurch erhalten die Jungtiere nicht genug Nahrung und können bei Stürmen oder schwerem Seegang nicht mehr mit der Mutter mithalten. Werden sie geborgen, verbringen sie durchschnittlich 60 Tage in der Station.

dpa

04.08.2016
Panorama Polizeieinsatz in Kaiserlautern - Falscher Alarm wegen eines Hasenkostüms
04.08.2016
04.08.2016