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Panorama Auf in den Stau
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19:11 25.06.2009
Von Saskia Döhner
Quelle: Andre Spolvint

Wer flexibel ist, sollte am Sonnabend später losfahren, wenn sich die ersten Staus schon wieder aufgelöst haben, oder lieber erst am Sonntag reisen. „Da ist eigentlich immer weniger auf den Straßen los“, sagt Hölzel. Wenig hält er davon, schon in der Nacht loszufahren: „Man sollte ausgeruht sein, morgens um drei hat der Mensch seinen Tiefpunkt, und vorschlafen kann man nicht.“

Es gibt Strecken, die man an diesem Wochenende besser weiträumig umfährt. Die Autobahn 1 von Köln bis Puttgarden gehört dazu, besonders zwischen Hamburg und Bremen. Sie ist schon jetzt ein Nadelöhr. Seit Monaten wird auf dem 73 Kilometer langem Abschnitt zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz gearbeitet. Erst Ende 2012 wird der sechsspurige Ausbau abgeschlossen sein. Beinahe im Wochenrhythmus werden Brücken abgerissen und Teilstücke komplett gesperrt. Zwischen 20 Uhr am Sonnabend und 10 Uhr am Sonntagmorgen ist die A 1 von Bockel bis Sittensen in beiden Richtungen dicht.

Wenn zu den rund 70.000 Fahrzeugen täglich jetzt auch noch der Urlaubsverkehr kommt, wird es brenzlig. Überholmanöver sind auf der engen Straße ohnehin schon gefährlich. Mehr als 600 Unfälle hat die Polizei seit Jahresbeginn verzeichnet. Jens-Thilo Schulze von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr empfiehlt Reisenden, die A 1 zu meiden und größere Umwege über die A 2 und A 7 in Kauf zu nehmen. Wohnwagengespanne sollten die A 1 gar nicht nutzen.

Staus erwartet der ADAC in den nächsten zwei Tagen auf fast allen deutschen Autobahnen. Die A 2 zwischen Oberhausen und Berlin ist genauso gefährdet wie A 7 zwischen Flensburg und Kempten oder die A 5 zwischen Kassel und Basel sowie alle Fernstraßen zur Nord- und Ostsee.

Baustellen behindern unter anderem auf der A 6 zwischen Mannheim und Nürnberg, der A 8 zwischen Stuttgart und München und auf der A 61 zwischen Ludwigshafen und Mönchengladbach den Verkehr.

Vollsperrungen gibt auf der A 8 zwischen Saarlouis und Luxemburg im Bereich Pellinger Berg in Richtung Luxemburg voraussichtlich bis zum 2. Juli und auf der A 70 zwischen Stadelhofen und Schirradorf in Richtung Bayreuth von Sonnabend, 6.30 Uhr, bis Sonntag, 16 Uhr.

Regionale Veranstaltungen wie die Kieler Woche, das Hamburger Harley-Davidson-Treffen und die Landshuter Hochzeit, die traditionell Tausende von Besucher anlocken, belasten die Autobahnen zusätzlich.

Eng werde es auch im angrenzenden Ausland, heißt es in der ADAC-Stauprognose für dieses Wochenende: In Österreich, auf der Brennerautobahn in Italien, in Frankreich, Slowenien und Kroatien müssten die Autofahrer mit Staus rechnen,

Nach Ansicht von ADAC-Sprecher Hölzel wird es an den nächsten Wochenenden auf den Autobahnen noch viel voller, wenn auch Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden die Ferien beginnen. Allerdings bringe das Sommerwochenendfahrverbot für Lastwagen, das im Juli und August nicht nur auch Sonntag, sondern auch schon am Sonnabend gelte, eine Entlastung für die Autofahrer.

Zwischen Mitte Juli und Anfang August hat dann fast ganz Deutschland Urlaub. Da helfe es Autofahrern nur, Ruhe zu bewahren, rechtzeitig Verkehrsfunk zu hören, Alternativrouten auszuwählen und genügend Proviant und kühle Getränke mitzunehmen, meint Hölzel. Außerdem sollte man ungefähr alle drei Stunden eine ausgiebige Pause einplanen.

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