Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Auf den Frühling folgt der Winter
Mehr Welt Panorama Auf den Frühling folgt der Winter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:11 06.03.2013
Von Mathias Klein
Auf der Wiese in der Sonne liegen - das ist am Wochenende nicht mehr möglich.
Auf der Wiese in der Sonne liegen - das ist am Wochenende nicht mehr möglich. Quelle: Rainer Surrey / dpa
Anzeige
Hannover

Die Meteorologen sagen für das Wochenende einen Schneesturm über Norddeutschland voraus, mit bis zu 40 Zentimeter Schnee, heftigen Verwehungen auf den Straßen und möglicherweise chaotischen Verkehrsverhältnissen. „Am besten, man bleibt am Wochenende zuhause“, sagt Meteorologe Frank Böttcher vom Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation. Er rechnet mit Verspätungen und Ausfällen bei der Bahn und im Flugverkehr.

Hannover könnte im Zentrum des späten und überraschenden Wintereinbruchs liegen, sagt der Wetterexperte. Die Bürger sollten schon mal die Schneeschieber wieder bereit stellen. Die Meteorologen sind sich noch nicht sicher, wo zwischen Sonnabend früh und Sonntagabend am meisten Schnee herunterkommen wird. Aber die Wetterexperten sind sich sicher, dass in Südniedersachsen der Winter zurückkehrt.

Grund für den relativ späten Wintereinbruch ist das Aufeinandertreffen zwei gegensätzlicher Luftmassen. Warme und feuchte Luft aus dem Südwesten bescherte ganz Deutschland den kurzzeitigen Frühlingseinbruch. Von Skandinavien fließt nun eiskalte Luft nach Norddeutschland. „Irgendwo in Niedersachsen treffen die dann beide aufeinander“, erläutert Böttcher. Und dabei entstünden Wolken mit starken Schneefällen. Aber nicht nur das, die Wetterexperten erwarten in der kommenden Woche auch wieder strengen Frost. Ab Dienstag könnten die Temperaturen unter klarem Himmel auf Werte von bis zu minus 20 Grad sinken.

Ähnlich heftige Wintereinbrüche im März gebe es alle 10 bis 20 Jahre, berichtet Böttcher. Er erinnert an das Jahr 2006, als im Norden eine ähnliche Wetterlage herrschte. Das bedeutete mitten im März zwei Wochen lang Dauerfrost und eine dicke Schneedecke. Rein statistisch halten solche Winterwetterlagen im März zehn Tage. Böttcher will sich jetzt nicht auf eine Dauer festlegen. Möglich ist aber ein längerer Wintereinbruch. Denn erst ab Ende März steht bei uns die Sonne hoch genug am Himmel, um die Luft aus eigener Kraft auf Frühlingstemperaturen zu erwärmen.