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Panorama Atomkraftgegner in Gorleben erinnern an Hüttendorf-Räumung
Mehr Welt Panorama Atomkraftgegner in Gorleben erinnern an Hüttendorf-Räumung
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19:30 05.06.2010
Atomkraftgegner umzingelten am Sonnabend das Erkundungsbergwerk in Gorleben. Quelle: dpa
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Sprecher der Atomkraft-Gegner forderten einen sofortigen Atom-Ausstieg und eine Wende in der Atom-Politik. Die Polizei sprach von rund 500 Teilnehmern, die Veranstalter von bis zu 2000.

Am 4. Juni 1980 hatten Polizisten das Hüttendorf der „Freien Republik Wendland“ an der Tiefbohrstelle für das Atommüll-Lager gewaltsam geräumt. Atomkraftgegner hatten das Camp aus Protest gegen den Bau eines atomaren Endlagers aufgebaut.

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Zu einem kleinen Zwischenfall kam es bei der Umrundung des Geländes durch Demonstranten. Nach Angaben von Teilnehmern sollen Polizisten Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt haben, als ein Teilnehmer am Bauzaun gerüttelt habe. Ein Polizeisprecher sagte dagegen, der Demonstrant habe den Zaun durchschneiden wollen. Zwei Männer seien zur Personalienfeststellung kurz in Gewahrsam gekommen. Gegen sie wurden Platzverweise ausgesprochen.

Gorleben müsse als Lagerstätte aufgegeben und zu einem Solebad umgewandelt werden, verlangten Redner auf der Kundgebung. Damit könnten auch Arbeitsplätze erhalten werden.

Nach Angaben der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg stand bei der Veranstaltung nicht die Erinnerung an 30 Jahre im Mittelpunkt. Dies sei vielmehr der „Startschuss für einen heißen Herbst“. Im Herbst werde der nächste Castortransport erwartet.

dpa