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Panorama Atom-U-Boot sucht nach Airbus-Flugschreibern im Atlantik
Mehr Welt Panorama Atom-U-Boot sucht nach Airbus-Flugschreibern im Atlantik
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16:04 10.06.2009
Ein geborgenes Wrackteil des Leitwerks vom Heck des abgestuerzten Airbus A330-200 der franzoesischen Fluggesellschaft Air France liegt am Montag (08.06.09) auf Deck der brasilianischen Fregatte Constituicao. Quelle: Marinha Do Brasil/ddp

Die mit hochempfindlichen Sonargeräten ausgestattete „Emeraude“ traf am Mittwoch an der Absturzstelle ein, wie der französische Generalstab in Paris mitteilte. Air France signalisierte unterdessen eine schnelle Entschädigung der Hinterbliebenen der 228 Absturzopfer.

Das U-Boot werde täglich ein Gebiet von 20 mal 20 Seemeilen (36 auf 36 Kilometer) absuchen, sagte ein Sprecher des Generalstabs in Paris. Es werde mit seinen Unterwassermikrofonen versuchen, die Peilsender der „Black Boxes“ zu orten, die jede Sekunde ein Signal aussenden. Da niemand genau weiß, wo die Flugschreiber in mehreren tausend Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegen, sind die Erfolgsaussichten unsicher. „Da brauchen wir schon verdammt viel Glück“, hieß es aus dem Generalstab.

Zeit für die Suche bleibt ungefähr bis Ende des Monats. Dann dürften die Batterien der Flugschreiber leer sein, so dass sie kein Signal mehr abgeben können. Die „Emeraude“ unterstützen werden ab Ende der Woche auch zwei US-Schiffe, die ebensfalls mit sensiblen Sonaren ausgestattet sind. Schon am Donnerstag soll das französische Meeresforschungsschiff „Pourquoi Pas“ eintreffen, das Tauchroboter zur möglichen Bergung der Flugschreiber an Bord hat. Derweil ging an der Meeresoberfläche die Suche nach Trümmern und Opfern des Unglücks weiter. Laut brasilianischer Armee wurden bisher 41 Leichen in dem Gebiet rund 1150 Kilometer vor der brasilianischen Küste geborgen.

Neue Erkenntnisse zu den Ursachen des Absturzes des Airbus A330 vom Pfingstmontag gab es nicht. Nachdem einiges auf Probleme mit den Geschwindigkeitsmessern hindeutet, tauschen Air France und andere Fluggesellschaften die Sonden nun aus. Unklar ist aber weiter, ob falsche Tempoangaben im Cockpit alleine zu der Katastrophe führen konnten.

Der französische Hersteller Thales will sich nicht zu möglichen Problemen mit seinen Sonden äußern; es sicherte lediglich eine Zusammenarbeit mit den Ermittlern zu. Airbus erklärte am Dienstagabend unter Berufung auf die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), die A330 seien „sicher“, selbst wenn sie mit alten Sonden geflogen würden.

Air France strebt mit den Angehörigen der Opfer eine schnelle Einigung auf Entschädigungen an. „Air France will sich nicht streiten, diese Signale habe ich schon bekommen“, sagte der deutsche Anwalt Ulrich von Jeinsen der Nachrichtenagentur AFP in Hannover. Er rechne deshalb nicht damit, dass er Klage einreichen und vor Gericht ziehen müsse. Bei Jeinsen haben sich bisher die Angehörigen von fünf deutschen Opfern sowie die Vertreter einer Passagiergruppe aus China gemeldet.

Für die Entschädigungen spielt es laut Jeinsen keine Rolle, worin genau die Ursache bei einem Unfall lag. Nach internationalem Recht müsse die Air France immer unbeschränkt haften, außer sie könne beweisen, dass ein Dritter für den Absturz verantwortlich sei. Dies sei eigentlich nur bei einem Terroranschlag denkbar.

afp

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