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Panorama Kann man Salzlauge aus der Asse als Streusalz nutzen?
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14:27 01.12.2016
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Da der Antrag auf Einleitung von Salzlauge aus dem Atommülllager Asse in die Elbe noch nicht genehmigt ist, prüft das Bundesamt für Strahlenschutz Alternativen. Konkret gehe es um das Einleiten in stillgelegte Bergwerke oder die Abholung durch eine Firma, die dem Wasser das Salz entzieht, teilte eine Sprecherin des Bundesamtes am Donnerstag mit. Wenn das Salz aus dem radioaktiv nicht belasteten Wasser extrahiert werde, könne es etwa als Streusalz benutzt werden, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung." Das verbleibende Wasser kann unbedenklich entsorgt werden.

Seit 2005 wird die Salzlauge aus dem maroden Atommülllager bei Wolfenbüttel in das stillgelegte Bergwerk Mariaglück bei Celle gepumpt. Ende des Jahres läuft die Genehmigung dazu aus, weil die Aufnahmekapazität des Bergwerks begrenzt ist. Aktuell sei man in Gesprächen, um andere aufgegebene Bergwerke zur Einleitung zu nutzen, teilte das Bundesamt mit. Eine weitere Möglichkeit sei die Einleitung in die Nordsee.

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Der im Oktober gestellte Antrag auf Einleitung in die Elbe werde weiterhin geprüft, teilte das zuständige Landesbergamt mit. Ob es eine Entscheidung bis zum Jahresende gebe, sei offen. Von der Menge her geht es um täglich zehn bis elf Kubikmeter Salzlauge, was etwa 25 Badewannen entspricht. Wie das Bundesamt erklärte, ist die Beseitigung des Salzwassers, das täglich von außen in die Asse fließt, für den langfristigen und sicheren Betrieb des Atommülllagers zwingend notwendig.

Grundsätzlich diskutiert wurde auch eine Einleitung in Flüsse wie Weser, Jade oder Ems oder eine Anlieferung an die Landessammelstelle, deren Kapazität aber nicht ausreicht. Für eine Einleitung in die Elbe bei Gorleben spricht, dass das Bundesamt für Strahlenschutz dort seit mehreren Jahren Salzwasser einleiten darf, das bei der Offenhaltung des dortigen Bergwerks anfällt.

dpa

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