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Panorama Angriff in US-Museum: Hinweise auf antisemitisches Motiv
Mehr Welt Panorama Angriff in US-Museum: Hinweise auf antisemitisches Motiv
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09:16 12.06.2009
Tödliche Schießerei im Holocaust-Museum von Washington: Ein 88 Jahre alter Holocaust-Leugner eröffnet in der Nähe des Weißen Hauses im Zentrum der US-Hauptstadt das Feuer. Ein Wachmann erliegt seinen schweren Verletzungen, der als Antisemit und Rassist bekannte Todesschütze James von Brunn wird selbst lebensgefährlich verletzt. Quelle: afp
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In dem Auto des Mannes wurden handschriftliche Aufzeichnungen mit judenfeindlichem Inhalt entdeckt, wie aus einem Dokument der Ermittler hervorging. In den Notizen, die der Täter alle mit seinem Namen unterzeichnete, leugnet der 88-Jährige beispielsweise den Holocaust und beschreibt US-Präsident Barack Obama als jüdische Marionette.

Die Notizen wurden in dem Auto gefunden, das der Täter am Mittwoch vor dem Holocaust-Museum in Washington geparkt hatte, bevor er in das Gebäude ging, mehrere Schüsse abfeuerte und einen Wachmann tödlich verletzte. Dem Dokument der Ermittler zufolge ist der 88-Jährige auch der Verfasser eines Romans, in dem die US-Regierung als Instrument einer jüdischen Verschwörung beschrieben wird. In der Wohnung des Angreifers wurden demnach Munition und eine weitere Waffe gefunden.

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Der bei der Tat schwer verwundete Angreifer ist in einem kritischen Zustand und wird im Krankenhaus behandelt. Der vorbestrafte Holocaust-Leugner hatte am Mittwoch in dem Museum um sich geschossen und einen Wachmann getötet. Er unterhielt nach Erkenntnissen der Ermittler seit Jahren Verbindungen zu rassistischen und regierungsfeindlichen Gruppen.

afp