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Panorama Angriff auf Bundeswehr-Patrouille östlich von Kundus
Mehr Welt Panorama Angriff auf Bundeswehr-Patrouille östlich von Kundus
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08:26 06.05.2009
Im Norden Afghanistans wurde eine Patrouille der Bundeswehr angegriffen. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt. Quelle: Michael Kappeler/ddp
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Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr bei Potsdam mitteilte, wurde die Patrouille des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) der Bundeswehr in Kundus rund 25 Kilometer östlich der Stadt mit einem Sprengsatz angesprengt und anschließend mit leichten Handfeuerwaffen beschossen. Auf deutscher Seite gab es keine Verwundeten.

Die aus sechs geschützten Fahrzeugen - Dingo und Transportpanzer Fuchs - bestehende Patrouille erwiderte das Feuer auf der Transitstraße Taurus, brach den Angaben zufolge durch und erreichte das PRT Kundus ohne weitere Zwischenfälle. Alle Bundeswehrsoldaten kehrten wohlbehalten an ihren Standort zurück. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt, war aber weiterhin fahrtüchtig, wie ein Sprecher mitteilte. Über Verluste oder Schäden der Angreifer liegen bisher keine Informationen vor. Auch über Zahl und Identität der Angreifer ist noch nichts Genaueres bekannt.

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Das Bundeswehr-Feldlager im nordafghanischen Kundus ist immer wieder das Ziel von Angriffen islamistischer Taliban-Rebellen. Während des Aufenthalts von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Afghanistan Ende April war ein Bundeswehrsoldat getötet worden, dessen Patrouille nordwestlich von Kundus in einen Hinterhalt geriet. Seit Beginn des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan kamen dort 32 deutsche Soldaten ums Leben.

In Afghanistan sind derzeit rund 70.000 ausländische Soldaten stationiert. Die Bundeswehr ist mit knapp 3900 Soldaten an der von der NATO geführten Afghanistan-Truppe ISAF beteiligt. In den kommenden Monaten soll das Bundeswehrkontingent zur Absicherung der afghanischen Präsidentschaftswahl im August vorübergehend auf bis zu 4100 Soldaten verstärkt werden. Das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan lässt die Entsendung von bis zu 4500 Soldaten zu.

afp