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Panorama Amazonas-Regenwald brennt: Diese Bilder zeigen ganzes Ausmaß der Katastrophe
Mehr Welt Panorama Amazonas-Regenwald brennt: Diese Bilder zeigen ganzes Ausmaß der Katastrophe
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01:11 29.08.2019
Seit Wochen wüten Tausende Feuer im Amazonasgebiet und den angrenzenden Steppengebieten. Quelle: Christian Niel Berlinck/ICMBio/d

Seit Wochen brennt der Amazonas-Regenwald in Brasilien. Und allmählich wird klar, wie groß das Ausmaß der Katastrophe ist: Die US-Weltraumbehörde Nasa hat ein Foto veröffentlicht, das eine Aufnahme des Satellitensystems Modis zeigt. Darauf ist jedes brennende Stück Regenwald mit einem roten Punkt markiert.

Die Fotos teilen sich derzeit tausendfach in den sozialen Netzwerken. Weltweit reagieren Menschen geschockt auf das Schicksal des Regenwaldes, der auch als Lunge des Planeten bezeichnet wird.

Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie sich die Brände nicht nur in Brasilien, sondern auch in den Nachbarstaaten Peru, Kolumbien und Bolivien ausbreiten. Geteilt werden auch interaktive Karten, die das Ausmaß des Waldbrandes im größten Regenwaldgebiet der Erde darstellen.

Karten zeigen Schadstoffbelastung

Auf der Plattform Windy.com etwa ist zu sehen, wie viel Kohlenstoffmonoxid (CO) im Regenwaldgebiet an die Umwelt abgegeben wird. Rot bedeutet: Hier wird besonders viel CO freigesetzt wird - ein möglicher Rückschluss auf die Brandherde im Gebiet. Die Daten bezieht die Plattform vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage.

Eine noch deutlichere Grafik liefert das Projekt "InfoAmazonia" - ein Netzwerk von Journalisten und internationalen Organisationen. Die Karte zeigt die Feuer im Regenwald in den vergangenen 24 Stunden, gibt aber auch an, wie häufig es in bestimmten Regionen des Amazonas-Regenwaldes zu Feuern kommt.

Die Zahl der Brände im Amazonas-Regenwald ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent gestiegen. Allein in der vergangenen Woche gab es Inpe zufolge fast 10.000 Brände im Amazonas-Regenwald.

Regenwald ist die "Lunge des Planeten"

In Brasilien wüten die heftigsten Waldbrände seit Jahren. Diese Bilder zeigen das Ausmaß der Katastrophe.

Der Amazons ist für das Klima auf der Welt enorm wichtig. Die Bäume des Regenwaldes binden Milliarden Tonnen CO2, wandeln es und geben es als Sauerstoff an die Umwelt ab.

Die Brände dürften einen messbaren Verstärkungseffekt auf die Erderwärmung haben. Nicht nur wird im Regenwaldgebiet enorm viel Kohlenstoff freigesetzt - auch der Boden verliert nach der Entwaldung seine Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern.

"Alle Brände im Amazonasgebiet werden auf die eine oder andere Weise von Menschen verursacht", sagte der Leiter des Amazonasprogramms der Umweltorganisation WWF, Ricardo Mello, der dpa. Häufig würden Farmer zunächst die Bäume abholzen und dann Feuer legen, um neue Weideflächen für ihr Vieh zu schaffen.

Regenwaldbrände in Südamerika: Macron ruft "Notfall" aus

Wegen der derzeitigen Dürre in der Region breiten sich die Brände immer weiter aus. "Das Feuer greift von den offenen Flächen auf noch intakte Waldgebiete über", sagt Mello. "Das bedeutet, die Brände haben einen doppelten negativen Effekt." Die Löscharbeiten sind äußerst schwierig.

Und noch schlimmer: Die Trockenzeit in der Region hat gerade erst begonnen. Im August und September werden im Amazonasgebiet unterdurchschnittliche Niederschläge erwartet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die massiven Waldbrände nun auf die Agenda des G7-Gipfels in Biarritz setzen.

Die Angst um den Amazonas spaltet Brasilien, seit sich der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro anschickt, hier die Axt anzulegen. „Noch nie hat es soviel gebrannt. Noch nie ist es uns so schwer gefallen zu atmen“, sagte die Bürgermeisterin der Ortschaft Brasiléia im westlichen Bundesstaat Acre, Fernanda Hassem, der Zeitschrift „Valor“. „Das macht uns Angst.“

Von Matthias Schwarzer/RND

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