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Panorama Als der Terror nach Utøya kam
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08:42 22.07.2021
Blick über die Insel Utøya – zehn Jahre ist es her, dass der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen tötete.
Blick über die Insel Utøya – zehn Jahre ist es her, dass der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen tötete. Quelle: Meek, Tore/NTB scanpix/dpa
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Oslo

Miriam Einangshaug ging an Leichen vorbei, bevor sie am 22. Juli 2011 die Insel Utøya verließ. Mit weißen Tüchern bedeckt, so lagen ihre Freunde entlang eines Pfades zum Bootssteg der Insel. Sicherheitskräfte umringten Anders Behring Breivik in seiner falschen Polizeiuniform einige Meter vom Steg entfernt.

Gesehen hat sie den Mörder nur dieses eine Mal. Zuvor hatte sie nur das Stampfen seiner Stiefel gehört.

An jenem Tag tötete Breivik in Utøya 69 Teilnehmer eines Zeltlagers der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Zuvor waren weitere acht Menschen gestorben, als er mehrere Bomben im Osloer Regierungsviertel gezündet hatte. Es waren Anschläge, die die Menschen weltweit erschütterten – doch zehn Jahre danach berichten die Überlebenden auch von einer verstörenden Erfahrung: dem Gefühl, dass in Norwegen viele ihre Geschichte nicht mehr hören wollen. Dass sie mit ihren Erinnerungen das Schweigen stören, das viele inzwischen am liebsten über jenen mörderischen Tag legen wollen.

Überlebte den Anschlag auf der Insel Utøya: Miriam Einangshaug. Quelle: Cedric Rehman

Miriam Einangshaug rannte nach den ersten Schüssen mit anderen Jugendlichen aus dem Zeltlager durch den Wald zu einem Gebäude mit Schlafräumen. „Wir haben ein paar von den Betten vor die Fenster gestellt und waren dabei, unter die anderen zu kriechen, als wir seine Schritte vor der Tür hörten“, erinnert sie sich.

Der Attentäter ging vor den Schlafräumen auf und ab. Er suchte nach einer Lücke, durch die er seine Kugeln auf die Jugendlichen abfeuern konnte. Dann hörte die damals 16-Jährige einen Knall. Er klang, als würde etwas in ihrem Kopf explodieren. „Das Geräusch war so laut. Es hat sich angefühlt, als hätte er mich getroffen“, sagt sie.

Breivik feuerte durch die Wand. Die Kugel muss direkt über Einangshaug eingeschlagen haben. Direkt danach wurde sie bewusstlos. Ihre Erinnerung setzt erst wieder ein, als sie unter einem der Betten und nicht mehr auf dem Boden in der Schusslinie lag. Jemand muss sie von dort weggezogen haben. Im Dunkeln tippte sie eine Textnachricht an ihre Eltern, mit nur einem einzigen Satz: „Ich liebe euch.“

Das nächste Bild, das vor ihrem inneren Auge erscheint, ist das von norwegischen Polizisten, die den Schlafraum stürmen. Für sie jedoch waren es nur weitere Menschen mit einer Waffe in der Hand. „In dem Moment war ich mir sicher, jetzt werde ich sterben“, sagt sie.

Menschen verlassen eine Fähre in Richtung des Haupthauses auf der Insel, auf der 69 Menschen durch die Hand des norwegischen Terroristen Anders Behring Breivik starben. Quelle: Sigrid Harms/dpa

Der letzte Tag der Kindheit

Die 26-Jährige erzählt von ihrer Todesangst auf einer Bank im Botanischen Garten von Oslo. Sie ist eine junge Frau, die lacht und gern Augenkontakt sucht. Nur wenn das Gespräch den 22. Juli 2011 nicht nur umkreist, sondern die Fragen sich um den Anschlag drehen, wendet sie den Blick ab und starrt ins Leere. Der Tag vor dem Anschlag sei der letzte Tag ihrer Kindheit gewesen, sagt Einangshaug. Ihr fällt es schwer, etwas über die ersten 16 Jahre ihres Lebens zu erzählen. Da sei alles so normal gewesen und habe sich nicht so tief eingebrannt wie jener Tag auf Utøya. Nach einer Pause sagt sie: „Meine Jugend war okay, ich habe viel gelesen und mich für Politik interessiert. Deshalb bin ich der AUF beigetreten. Ich war ein Emo-Kid und habe schwarze Mascara getragen.“

Damals, vor dem Anschlag, als Miriam Einangshaug sich wie 16 fühlte, war es gerade ein Jahr her, dass die Band Tokio Hotel mit Mascara um die Augen und Songs voller Traurigkeit einen MTV-Award gewann. Wer jugendlichen Herzschmerz damals mit Augenschminke ausdrückte, wurde als „Emo“ bezeichnet.

Nach dem 22. Juli 2011 musste sich Miriam entscheiden, an welcher Beerdigung von welchem auf Utøya erschossenen Freund sie teilnahm. Es waren nach dem Anschlag so viele an verschiedenen Orten in Norwegen. Oft waren sie zeitgleich – und jede einzelne unerträglich. Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs im Herbst 2011 sollte sie dann wieder Platz finden in einer von Schulnoten und Songs voller Traurigkeit geprägten Welt. Es hat nicht funktioniert.

Kampf gegen Dunkelheit und Verzweiflung

Ihre Geschichte ist eine des jahrelangen Kampfes gegen Dunkelheit und Verzweiflung. Sie scheint ihn mit der Hilfe von Therapeuten gewonnen zu haben. Einangshaug hat Abitur und Bachelor bestanden, auch wenn sie aufgrund einer Konzentrationsschwäche für die Abschlüsse mehr Zeit benötigte. Noch heute schaffe sie es nicht, ein Buch am Stück zu lesen, erzählt sie. Ihre Gedanken schweiften nach ein paar Seiten ab. Einangshaug engagiert sich seit einem Jahr bei Støttegruppen 22. Juli, der norwegischen Vereinigung zur Unterstützung der Opfer des Breivik-Attentats, mit 1600 Mitgliedern. Das sei ihre Art, im Heilungsprozess voranzukommen, sagt Einangshaug.

Nicht alle Opfer von Utøya hätten Glück gehabt, wie sie nach dem Anschlag die richtigen Therapeuten zu finden, erklärt Einangshaug. 500 Jugendliche nahmen an dem Sommercamp teil, als Anders Behring Breivik auf seine Menschenjagd ging. Jene, die keine Schüsse trafen, rannten um ihr Leben. Sie versteckten sich im Wald oder unter den über den Strand ragenden Felsen. Sie hörten, wie andere um ihr Leben flehten und Breivik sie mit Schüssen für immer zum Schweigen brachte. Viele Jugendliche, die jüngsten erst 14 Jahre alt, kamen wie Einangshaug aus kleinen Gemeinden verteilt über Norwegen. Bis heute gibt es Probleme mit der psychologischen Hilfe für die Opfer, sagt Einangshaug.

Gibt es in dem als Inbegriff eines friedlichen Landes geltenden Norwegen vielleicht einfach zu wenige Traumatherapeuten? „Ich glaube, manchmal ist einfach der Wille nicht da. Viele sind der Meinung, wir sollten endlich darüber hinwegkommen.“

Die Opfervertreterin schätzt, dass jeder Vierte der circa fünf Millionen Norweger von den Anschlägen am 22. Juli 2011 betroffen war. Sie kannten jemanden, der auf Utøya erschossen wurde oder von dort mit einem Trauma zurückkam. Oder sie hielten sich im Stadt­zen­trum von Oslo auf, als Breivik im Regierungsviertel entlang der Straße Akersgata vor dem Hochhaus Høyblokken fast eine Tonne Ammoniumnitrat aus Kunstdünger zündete und die Innenstadt in eine Kriegszone verwandelte. Und dennoch werde in Norwegen von Jahr zu Jahr weniger über die Anschläge gesprochen, meint sie. „Viele Überlebende haben das Gefühl, dass sie vergessen werden“, sagt sie.

Am Fuße des Hochhauses (links) im Regierungsviertel hatte der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik ein Auto mit einer selbst gebauten Bombe darin geparkt und tötete damit acht Menschen. Zehn Jahre ist es her, dass Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen tötete. Quelle: picture alliance/dpa

Neubauten im Regierungsviertel

Dort, wo Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 seinen weißen Kleintransporter parkte, zwischen dem früheren Öl- und Energieministerium und dem Büro des damaligen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg an der Straße Akersgata, zieht heute ein Kran Lasten in die Höhe. Hinter ihm verbirgt sich, hinter Stoff verborgen, der Nachfolger des bei der Explosion verwüsteten und dann abgerissenen Høyblokken-Trakts. Bauzäune umgeben das Regierungsviertel. Die Nachfolgerin des während des Anschlags regierenden Sozialdemokraten Jens Stoltenberg, Erna Solberg von der konservativen Høyre-Partei, beschloss 2014, dass alles bis 2029 neu werden soll, grüner und vor allem besser geschützt vor Attentaten. Die beschädigten Gebäude sollten dafür weichen.

Am 22. Juli 2011 fegte eine Druckwelle durch die umliegenden Straßen mit ihren teuren Geschäften und schicken Cafés. Sie drückte Fensterscheiben ein und blies Passanten regelrecht um. Es regnete Glassplitter und die aus den Büros der Ministerien gesogenen Papiere vom Himmel.

Zehn Jahre später erscheint das Innenstadtviertel um die Akersgata wie eine Blaupause für das künftige Zentrum der norwegischen Regierung: modern, blank gewienert und bis auf ein Kunstwerk aus eisernen Rosen vor der Kathedrale ohne sichtbare Spuren der Anschläge.

Nicht alle Norweger waren glücklich damit, dass Solberg die beschädigten, aber im Kern intakten Regierungsgebäude nicht erhalten wollte. Schnell war von Geschichtspolitik mit der Abrissbirne die Rede und von einer Regierung, die unter der Beteiligung der rechtsgerichteten Fremskrittspartiet von 2013 bis 2020 kein Interesse an einer architektonischen Erinnerung an die Tat eines Rassisten zeige.

Der rettende Sprung

Einer, der eines Tages in einem der neuen Regierungsgebäude in Oslo sitzen könnte, schwamm am 22. Juli 2011 um sein Leben. Gaute Børstad Skjervø sprang ins Meer, als Breivik auf der Insel das Feuer eröffnete. „Vielleicht 500 oder 600 Meter von der Insel entfernt haben mich Touristen mit einem Boot aus dem Wasser gezogen“, erzählt er. Mit sechs Klassenkameraden war er aus der Kleinstadt Levanger in Zentralnorwegen zu dem Sommercamp auf Utøya aufgebrochen.

Børstad Skjervø kam als Einziger zurück.

Gaute Børstad Skjervø hat den Anschlag überlebt. Quelle: Cedric Rehman

Der heute 26-Jährige erzählt knapp zehn Jahre nach den Anschlägen in seiner Wohnung in der Stadt Frogner, rund 30 Kilometer nördlich von Oslo, davon, wie er dem Todesschützen entkam. Er behält dabei die Uhr im Auge. Der Vizepräsident der AUF hat wenige Tage vor dem Jahrestag allerhand zu erledigen. Da ist das offizielle Gedenken der Überlebenden in Anwesenheit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg am 22. Juli 2021. Die AUF wird im August ein Sommercamp auf der Insel Utøya veranstalten. Und bei der Parlamentswahl, voraussichtlich am 13. September, will Børstad Skjervø als Kandidat Nummer vier der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet für den Wahlkreis Nord-Trøndelag in den nächsten Storting einziehen. Seine Heimatstadt Levanger gehört zu seinem Wahlkreis.

Woher nimmt er für all das die Kraft? Børstad Skjervø spricht von einer Trotzhaltung, die ihn vor einem dunklen Loch bewahrt habe. Breivik habe die AUF enthaupten wollen, als er ihr Sommerlager auf Utøya angriff, sagt er. Jemand musste an die Stelle der ermordeten Führungskräfte treten – und warum sollten dies nicht die Überlebenden des Anschlags sein, fragt der Nachwuchspolitiker. Zur Selbstbehauptung seiner Organisation nach dem Massaker gehörte es auch, sich von 2015 an wieder, wie in den Jahrzehnten zuvor, auf Utøya zum Sommercamp zu versammeln – nun allerdings unter dem Schutz bewaffneter Sicherheitskräfte. Børstad Skjervø war zum ersten Mal 2017 wieder auf der Insel, auf der er fünf Klassenkameraden verloren hatte. „Das war schwierig“, sagt er.

Gruppe der Utøya-Überlebenden

Der Nachwuchspolitiker gehört zu einer Gruppe von Utøya-Überlebenden, denen im Fall eines Wahlsiegs der Sozialdemokraten auch ein Ministeramt in der künftigen Regierung zugetraut wird. Doch der Preis für den Erfolg scheint hoch. Die Zeit der Rosen, die sich nach dem 22. Juli 2011 rund um die Kathedrale von Oslo zu Bergen türmten, ist vorbei. Wer das Attentat überlebt habe und die Stimme in der Öffentlichkeit erhebe, werde heute in den sozialen Netzwerken im Internet beschimpft, beleidigt und manchmal mit dem Tod bedroht, erzählt Børstad Skjervø.

Die Frage, was am 22. Juli 2011 geschehen ist, habe die politischen Lager immer weiter voneinander entfernt, sagt der Politiker. Für die einen sei der Anschlag ein politisches Verbrechen gegen Norwegens Werte gewesen, die von der über Jahrzehnte regierenden Sozialdemokratie geprägt wurden, wie die für Einwanderer offene Gesellschaft.

Mit keinem Namen ist der liberale Kurs gegenüber Migranten in Norwegen mehr verbunden als mit dem der langjährigen Ministerpräsidentin und Landesmutter Gro Harlem Brundtland. Breivik sagte vor Gericht, er habe Brundtland wegen ihrer Haltung in der Einwanderungspolitik vor laufender Kamera auf Utøya enthaupten wollen. Aber die ehemalige Regierungschefin beendete ihren öffentlich angekündigten Besuch bei der Parteijugend früher als geplant.

Die Tat eines Wahnsinnigen?

Anderen erscheine das Blutvergießen eher als eine Art Unglück, ausgelöst von Breiviks krankem Hirn. Für sie verbiete sich jede politische Betrachtung des Massakers. „Viele mögen es nicht, wenn Überlebende Fragen stellen. Zum Beispiel, inwiefern die Art, wie manche Politiker oder die Medien über Migranten oder Muslime in Norwegen diskutiert haben, Breivik ermutigt hat. Und unserer Partei wird jetzt vorgeworfen, sie ziehe mit der Kandidatur von Überlebenden die Utøya-Karte, um wieder an die Macht zu kommen“, sagt Børstad Skjervø.

Die Schriftstellerin Erika Fatland hat wenige Wochen vor dem Jahrestag der Anschläge auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen zu tun. Sie war vor zehn Jahren eine renommierte Expertin für Terrorismus und bekannt durch die in einem Buch veröffentlichten Protokolle der Opfer des Geiseldramas 2004 im südrussischen Beslan. Tschetschenische Terroristen ermordeten damals Hunderte Schulkinder.

Fatland schaffte es, nur kurz nach dem Anschlag genügend Zeugnisse von Überlebenden und Hinterbliebenen für eine über 500 Seiten lange Reportage über die toten Kinder ihres eigenen Landes zu sammeln. Ihr Buch „Die Tage danach“ wühlte 2012 eine Nation auf, die während des Jahrhundertprozesses gegen Anders Behring Breivik von April bis August 2012 jeden Tag das mal reglose, mal feixende Gesicht des Mörders in den Nachrichten ertragen musste. Auch einige ihrer ehemaligen Interviewpartner erhalten inzwischen Drohungen und Schmähungen in den sozialen Netzwerken. „Sie lesen dann so was wie: ‚Schade, dass Breivik dich vergessen hat‘“, sagt sie.

Die Verrohung der Sprache erschreckt Fatland, die verhärteten Fronten in der Diskussion um die Anschläge vom 22. Juli 2011 erstaunen sie aber nicht. Nach einem Ereignis, das jeden betreffe, lägen sich die Menschen erst einmal in den Armen und legten Blumen nieder. „Dann kommt die Wut und die Suche nach Sündenböcken“, sagt Fatland. Für viele scheinen es ausgerechnet diejenigen zu sein, die durch ihr Überleben immer an den Anschlag und den Bruch der Illusion eines heilen Norwegens erinnern werden.

„Es ist ziemlich schwierig, sich vor jemandem wie Breivik zu schützen. Das kann überall passieren“, sagt die Schriftstellerin Erika Fatland, Überlebende des Anschlags. Quelle: Tine Poppe

Breiviks Kauf von explosivem Kunstdünger

Vielleicht überfordert die Dimension des Erlebten auch ein kleines Land, in dem, lange vor dem Rohstoffboom und dem Wirtschaftswunder, das Vertrauen zueinander auf karger Erde die Basis für das Zusammenleben bildete. Der Täter war ein Mann, der so unscheinbar und so norwegisch schien. Die auf Islamismus konzentrierten Sicherheitsbehörden überprüften ihn nicht einmal, als sie vor dem Anschlag von Breiviks Kauf von fast einer Tonne explosiven Kunstdüngers erfuhren, er hatte ja einen Bauernhof außerhalb von Oslo.

Die Behörden und die Regierung Stoltenberg hätten zumindest ihre Fehler eingeräumt, sagt Fatland. Sicherer sei das Land aber nur bedingt geworden. Die Norweger hielten fest an ihrer Vorstellung einer offenen Gesellschaft – Taschenkontrollen beim Betreten öffentlicher Gebäude vertrügen sich mit dieser Idee nicht.

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Fatland kann die Haltung nachvollziehen. Norwegen war und ist trotz aller digitalen Hassorgien kein Land mit einer gewaltbereiten rechten Szene von Bedeutung. Und doch sind die Anschläge hier geschehen. Es brauchte nur einen Täter, den keine Sicherheitsbehörde auf dem Schirm hatte. „Es ist auch ziemlich schwierig, sich vor jemandem wie Breivik zu schützen. So etwas kann überall passieren“, meint Fatland.

Die Schriftstellerin hat nach ihrem Buch über die Anschläge in ihrem Land nie wieder eine Zeile über Terrorismus geschrieben. Fatland veröffentlicht heute Reisebücher.

Von Cedric Rehman/RND

Der Artikel "Als der Terror nach Utøya kam " stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.