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Panorama Alle zieht's zum letzten Papst-Auftritt
Mehr Welt Panorama Alle zieht's zum letzten Papst-Auftritt
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16:47 27.02.2013
Am Mittwoch spricht Joseph Ratzinger ein letztes Mal als Papst zu den Massen. Quelle: dpa
Rom

Zahlreiche prominente Gäste und Zehntausende Pilger werden an diesem Mittwoch in Rom erwartet, wenn sich Papst Benedikt XVI. von der Öffentlichkeit verabschiedet. Zum letzten großen Auftritt des scheidenden Oberhaupts der katholischen Kirche erwartet der Vatikan mindestens 50.000 Menschen auf dem Petersplatz. Gläubige aus aller Welt und Touristen strömen nach Rom, um bei der Audienz einen Tag vor dem Rücktritt Benedikts dabei zu sein. Auch viele Deutsche wollen ihren Papst das letzte Mal live erleben.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will Benedikt persönlich Grüße überbringen, US-Außenminister John Kerry hat sich ebenfalls angekündigt. Erzbischof Robert Zollitsch wird die Deutsche Bischofskonferenz bei der Audienz vertreten. Dazu kommen mehrere Kirchenvertreter aus Deutschland, etwa Erzbischof Reinhard Marx aus Bayern und andere Kardinäle.

Rund um den Vatikan gelten am Mittwoch strenge Sicherheitsvorkehrungen. 600 zusätzliche Kräfte sind im Einsatz, darunter auch Scharfschützen auf den Dächern und Gebäuden rund um den Petersplatz. Die üblichen persönlichen Begegnungen Benedikts mit Gläubigen nach der Audienz entfallen aus Sicherheitsgründen. Um den Ansturm zu bewältigen, wird in Rom der öffentliche Nahverkehr verstärkt. Hunderte freiwillige Helfer sind im Einsatz.

Alleine aus Bayern machten sich Hunderte Pilger auf den Weg nach Rom. Auch einige Dutzend Gebirgsschützen sind dabei, eine Blaskapelle aus Traunstein will zum Abschied ein Ständchen auf dem Petersplatz geben. Trachtler aus dem Freistaat wollen dem gebürtigen Bayern Benedikt mit blau-weißen Farben zum Ende seines Pontifikats noch einmal ein Stück Heimat nach Rom bringen.

Es wird eine emotionale letzte Audienz erwartet, bevor am Donnerstag um 20 Uhr Benedikts Pontifikat endet. Am späten Nachmittag ist für ihn der Trubel rund um seine letzten Tage als Papst vorbei. Dann wird der 85-Jährige mit einem Hubschrauber zur päpstlichen  Sommerresidenz Castel Gandolfo vor den Toren Roms fliegen. Auch danach will Benedikt der Kirche mit Gebet und Meditation weiter dienen. Er wird sich dann „Emeritierter Papst“ oder „Römischer emeritierter Pontifex“ nennen, wie am Dienstag bekannt wurde.

Papst Benedikt hatte am 11. Februar völlig überraschend seinen Rücktritt zum Ende des Monats angekündigt. Seine Kräfte ließen nach, sagte er zur Begründung. Er ist der erste Papst seit Jahrhunderten, der sein Amt freiwillig aufgibt. Seitdem bekommt Benedikt Nachrichten und gute Wünsche aus aller Welt, auch von vielen Staatsoberhäuptern, berichtete Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Dienstag.

dpa

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