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Panorama Airbus dementiert Pläne für Flugverbot von A330- und A340-Flotte
Mehr Welt Panorama Airbus dementiert Pläne für Flugverbot von A330- und A340-Flotte
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15:37 11.06.2009
Airbus A330 Quelle: afp

Air France sah es am Donnerstag weiter nicht als erwiesen an, dass fehlerhafte Geschwindigkeitsmesser zu dem Absturz mit 228 Toten führten.

Die französische Zeitung „Le Figaro“ berichtete am Donnerstag, Airbus schließe ein Flugverbot für die weltweit tausend A330 und A340 nicht aus, um die umstrittenen Geschwindigkeitsmesser auszutauschen. Quelle waren Airbus-Kreise in Toulouse. „Das ist falsch“, sagte ein Airbus-Sprecher auf Anfrage. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) habe erklärt, dass „alle A330 und anderen Airbus-Maschinen vollkommen sicher genutzt werden können“. Airbus werde „juristisch gegen unverantwortliche Artikel dieser Art“ vorgehen.

Bei dem Absturz eines Airbus A330 am Pfingstmontag über dem Atlantik waren auch 28 Deutsche gestorben. Die Maschine auf dem Weg von Rio nach Paris sendete davor Meldungen über fehlerhafte Geschwindigkeitsanzeigen. Er sei „nicht überzeugt, dass die Sonden die Ursache des Unfalls sind“, sagte Airbus-Generaldirektor Pierre-Henri Gourgeon in Paris.

Air France hatte ihre Piloten schon im November vor „einer bedeutenden Zahl von Zwischenfällen“ mit den Geschwindigkeitsmessern gewarnt. Aber erst am 27. April beschloss die Fluglinie, die Sonden bei seinen A330 und A340 schrittweise auszutauschen. Aus Sicht von Air France war es vor dem Absturz immer um „Vorfälle ohne katastrophalen Charakter“ gegangen, sagte Gourgeon. Ihm zufolge erhielt die Gesellschaft dann am 29. Mai die Lieferung neuer Sonden - drei Tage vor dem Absturz am Pfingstmontag. Das Unglücksflugzeug hatte die neuen Sonden noch nicht.

Der „Figaro“ listete eine Reihe von Zwischenfällen mit Air-France-Maschinen auf, bei denen es Probleme mit den Geschwindigkeitsmessern gegeben haben soll. Jedes Mal habe es gleichzeitig „schwere Turbulenzen“, „einen Cocktail von etwas unzusammenhängenden Alarmmeldungen“ und „schwere Pannen“ in Systemen gegeben. Bei einem Flug von Tokio nach Paris habe der Pilot einen „Mayday“-Notruf abgesetzt.

Die Suche nach Opfern und Überresten des Absturzes lief weiter auf Hochtouren. Nach Leichen und Wrackteilen solle bis mindestens Ende kommender Woche gesucht werden, teilte die brasilianische Armee am Mittwochabend mit. Bisher wurden die sterblichen Überreste von 41 Opfern gefunden. Gourgeon zeigte sich „sehr pessimistisch“, ob auch die Flugschreiber im Atlantik geborgen werden können, die wahrscheinlich tausende Meter tief auf dem Meeresgrund liegen. Nach ihnen sucht unter anderem ein französisches Atom-U-Boot.

Unterdessen musste ein anderer Airbus A330-300 auf dem Weg von Japan nach Australien auf der Pazifikinsel Guam wegen eines Brands im Cockpit notlanden. Passagiere und die Besatzung blieben unverletzt. Wie die australische Fluggesellschaft Jetstar erklärte, konnte die Besatzung den Brand löschen. Luftfahrtexperten vermuteten einen Defekt im Heizsystem des Fensters. In Sibirien musste ein Airbus 320 wegen eines Risses in der Cockpit-Scheibe notlanden. Bereits am Mittwoch war ein Airbus A320 mit brennendem Triebwerk auf Gran Canaria notgelandet.

afp

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