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Panorama Airbus aus Jemen stürzt mit 153 Menschen an Bord ins Meer
Mehr Welt Panorama Airbus aus Jemen stürzt mit 153 Menschen an Bord ins Meer
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08:45 01.07.2009
Verwandte von Flugpassagieren warten auf dem Flughafen auf Nachrichten von Überlebenden. Quelle: Bertrand Langlois/AFP

Rettungskräfte bargen ein 14-jähriges Mädchen lebend aus dem Indischen Ozean; ob es weitere Überlebende gab, war zunächst unklar.

Nach Angaben der komorischen Regierung stürzte die Maschine 20 Kilometer von der Hauptinsel Grande-Comore ins Meer. Augenzeugen am Flughafen der Hauptstadt Moroni sahen die Maschine noch im Anflug. „Ich bin dann ins Gebäude gegangen, um meine Mutter abzuholen“, sagte der Komorer Moussa Boina. „Aber es gab kein Flugzeug.“ Yemenia sprach von Windböen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 110 Stundenkilometern zum Zeitpunkt des Absturzes.

Eine Sprecherin des komorischen Roten Kreuzes sagte, bei der 14-Jährigen, die in ein Krankenhaus der Hauptstadt Moroni gebracht wurde, handele es sich um die bislang einzige Überlebende des Unglücks. Der Zustand des Mädchens sei „nicht beunruhigend“. Zuvor hatten Rettungskräfte noch angegeben, ein etwa fünf Jahre altes Kind lebend geborgen zu haben.

Laut dem Einsatzleiter des Roten Halbmondes auf den Komoren fanden Fischer vor der Inselgruppe etliche Gegenstände wie Handtaschen und Gepäckstücke, die offenbar verunglückten Passagieren gehörten. Ein Suchflugzeug sichtete Leichen und Teile des Flugzeugrumpfs im Meer. Die Bergungsarbeiten wurden durch schlechtes Wetter behindert.

Der französische Staatschef Nicolas Sarkozy wird nach Angaben des Präsidialamts an einer für Donnerstagnachmittag angesetzten ökumenischen Trauerfeier für die Opfer in einer Pariser Moschee teilnehmen.

Der 19 Jahre alte Airbus A310-200 war in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gestartet. Er hatte auch Passagiere aufgenommen, die vorher mit einem anderen Flugzeug aus Paris kamen. In der Unglücksmaschine waren elf Besatzungsmitglieder und 142 Fluggäste, darunter 66 Franzosen. Das Flugzeug sei in Frankreich 2007 durch „sehr viele Mängel“ aufgefallen, sagte der französische Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau in Paris. Yemenia erklärte dagegen, das Flugzeug sei „technisch einwandfrei“ und die erwähnten Mängel „unbedeutend“ gewesen. Nach einem EU-Dokument entging Yemenia 2008 nur knapp der Aufnahme in die „Schwarze Liste“ unsicherer Fluggesellschaften.

Es ist das zweite schwere Unglück mit einem Airbus binnen weniger Wochen. Am Pfingstmontag war ein Airbus A330 der Air France vor Brasilien abgestürzt. An Bord waren 228 Menschen, unter ihnen 28 Deutsche.

afp

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