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Panorama Airbus A321 stürzt über Islamabad ab
Mehr Welt Panorama Airbus A321 stürzt über Islamabad ab
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12:45 28.07.2010
Ein Hubschrauber sucht nach dem Flugzeugabsturz in der Nähe von Islamabad nach Überlebenden. Quelle: dpa
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Der Absturz einer Passagiermaschine vom Typ Airbus A321 nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat wahrscheinlich mehr als 140 Menschenleben gekostet. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, gelang es Rettungskräften, sechs Überlebende aus den Trümmern der Maschine der Fluggesellschaft Airblue zu retten, darunter eine Frau. Zudem seien bis zum Nachmittag 80 Leichen geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben von Airbus war es das erste Mal, dass ein Flugzeug dieses Typs abstürzte. An Bord waren nach Mitteilung der staatlichen Luftfahrtbehörde 146 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Die Unglücksmaschine mit der Flugnummer ABQ-202 war in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi gestartet. Gegen 9.45 Uhr Ortszeit, kurz vor der Landung auf dem Benazir Bhutto International Airport, sei der Kontakt mit der Flugsicherung abgerissen, sagte ein Behördensprecher.

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Die Unglücksursache war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, dass heftiger Regen und schlechte Sicht zu dem Absturz in den Margalla Hills, einer wenige Kilometer nördlich vom Stadtzentrum gelegenen Bergkette, geführt haben könnte. Das Flugzeug habe mit den Tragflächen die Spitzen der Bäume berührt, sagte Augenzeuge Shahbaz Ahmad. "Nach wenigen Minuten hörte ich eine gewaltige Explosion." Premierminister Yousuf Raza Gilani ordnete eine Untersuchung an.

Nach pakistanischen Medienberichten unterstützte die Armee die Rettungsarbeiten mit Hubschraubern. Brennende Flugzeugteile sowie schlechtes Wetter behinderten die Bergungsarbeiten in dem schwer zugänglichen Gelände. Trümmer seien in einem Umkreis von einem Quadratkilometer zu finden.

Auf dem Benazir-Bhutto-Flughafen in Islambad versammelten sich während der Bergungsarbeiten hunderte verzweifelte Angehörige in der Hoffnung auf Informationen über das Schicksal von Passagieren und Besatzung. Airblue-Sprecher Raheel Ahmed sagte, die Unglücksursache werde untersucht, doch zunächst habe die Suche nach Überlebenden Vorrang. Von technischen Problemen mit der Maschine sei nichts bekannt; auch hätten die Piloten seines Wissens keinen Notruf abgesetzt.

Bei dem verunglückten Airbus A321 handelt es sich nach Angaben des europäischen Herstellers um eine vor zehn Jahren ausgelieferte Maschine. Bis zur Katastrophe hatte das Flugzeug in rund 13.500 Flügen 34.000 Flugstunden absolviert. Das Unternehmen kündigte an, die pakistanischen Behörden bei der Aufklärung zu unterstützen.

dpa, ap

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