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Panorama Ärztin zeigt sich sexy auf Instagram – und verliert ihre Zulassung
Mehr Welt Panorama Ärztin zeigt sich sexy auf Instagram – und verliert ihre Zulassung
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19:16 21.06.2019
Nang Mwe San Quelle: Screenshot/Instagram/@Nang Mwe San
Naypyidaw

Eine junge Ärztin in Myanmar wollte eigentlich Model werden: Weil sie beide Professionen vermischte, hat sie nun Schwierigkeiten mit den Behörden bekommen: Der 29-jährigen Nang Mwe San wurde die Arztlizenz entzogen. Begründung: Sie habe mit freizügigen Aufnahmen im Internet die Traditionen und die Kultur ihres Landes verletzt, wie „The New York Times“ berichtet.

An der Highschool war Nang Mwe San Jahrgangsbeste. Im Alter von 22 Jahren hatte sie ihren Doktortitel und trat eine Stelle als Ärztin an. So hatten es sich die Eltern gewünscht. Doch weil sie lieber über den Laufsteg spaziert wäre, zeigte sie sich auf Facebook und Instagram in Bikini und Dessous – aber nie nackt. In Werbespots präsentierte sie sich ebenfalls.

„Mein Körper, mein Recht“

Mehr als eine halbe Million Menschen abonnierten ihr Profil bei Facebook, 100 000 folgen ihr bei Instagram. Als Ärztin praktizierte sie zuletzt nicht mehr.

So viel nackte Haut wollte die Ärztekammer in Myanmar nicht zulassen. Das Gremium forderte Nang Mwe San auf, die Bilder zu löschen. Sie unterzeichnete eine Vereinbarung, postete dann aber weiterhin Fotos auf ihren Social-Media-Kanälen unter der Überschrift „Mein Körper, mein Recht“. Jetzt wurde Nang Mwe San die Zulassung entzogen.

Myanmar hat ganz andere Probleme

Die junge Frau will Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen – schon weil sie eines Tages vielleicht wieder als Ärztin arbeiten möchte. Sie sieht im Verhalten der Ärztekammer eine Form der Unterdrückung von Frauen. „Hier gibt es so viel Sexismus. Sie wollen nicht, dass Frauen höhere Positionen einnehmen. Und sie beurteilen Frauen danach, was wir tragen. Sie wollen nicht einmal, dass wir Hosen tragen“, zitierte die „Welt“ Nang Mwe San.

Dabei gibt es in dem Land ganz andere Probleme, das sich nach der Entlassung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi der Welt geöffnet hat. International steht Myanmar in der Kritik für seinen Umgang mit den Rohingya. Aufgrund von Repressionen und Verfolgungen leben mindestens eine Million der muslimischen Minderheit als Flüchtlinge in Bangladesch und anderen Ländern Asiens. Nach offiziellen Angaben herrscht in Myanmar Ärztemangel.

Von RND / sto

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