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Panorama Bundesrepublik verklagt Schauspieler
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10:54 14.06.2019
Der Schauspieler und Filmproduzent Stephen Dürr hat Ärger mit dem Verteidigungsministerium. Quelle: dpa
Rostock

Der Hamburger Schauspieler Stephen Dürr dreht die erste deutsche Action-Serie, bei der die Marine im Mittelpunkt steht. Es kommen Fregatten vor, U-Boote und Hubschrauber, es geht um Auseinandersetzungen um Bodenschätze in der Arktis. Gedreht wurde unter anderem in Wilhelmshaven und beim Flugkörperschießen vor der norwegischen Küste – an Bord von echten Militärschiffen. Ende des Jahres sollen die ersten sechs Folgen im Kasten sein. Die Marine unterstützt das Projekt und verspricht sich Aufmerksamkeit bei jungen Leuten. Am Mittwoch treffen sich der Filmemacher und die Streitkräfte aber erst einmal vor dem Rostocker Landgericht.

Früherer Soap-Schauspieler schloss Vertrag ab

Die Bundesrepublik, vertreten durch das Verteidigungsministerium, verklagt Dürrs Filmgesellschaft My Way Productions. Zu verstehen, worum es dabei geht, ist nicht so leicht. Für die Dreharbeiten schloss der frühere Soap-Schauspieler („In aller Freundschaft“) 2014 mit der Bundeswehr einen Kooperationsvertrag ab. Zwei Jahre danach zeigte das Verteidigungsministerium bei Youtube selbst produzierte Doku-Serien wie „Die Rekruten“ und „Mali“, die für Marine, Heer und Co. als Arbeitgeber werben.

Abmahnverfahren gegen die Bundeswehr

Die Serien wurden ein großer Erfolg – und Dürr offenbar ziemlich sauer. Jedenfalls wollte er die Verbreitung der Filme verbieten. Aus seinem Vertrag leitete der 44-Jährige laut Landgericht Rostock „Exklusivrechte“ für Bundeswehr-Werbeproduktionen ab. Das erklärt Landgerichtssprecherin Hansje Eidam. Weil diese Rechte angeblich verletzt wurden, brachte My Way Productions mehrere Abmahnverfahren gegen die Bundeswehr auf den Weg. Und beantragte Oktober des gleichen Jahres sogar eine einstweilige Verfügung, die sie später aber zurückzog.

Bund will Rechtssicherheit

Um Rechtssicherheit zu bekommen, legte der Bund nun selbst Klage ein. Dürr reagierte am Donnerstag nicht auf Anfragen. Die Arbeit an seiner eigenen Serie (Arbeitstitel: „True North“, wahrer Norden) geht trotz des Streits weiter, die Produktionsfirma heißt inzwischen Plotsurfer. Laut Marine und Medienberichten soll die Serie bei Internet-Streamingdiensten laufen, die Produktion finanziert Dürr selbst.

Von Gerald Kleine Wördemann/OZ/RND

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