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Panorama Abschied von Kates Krankenschwester
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07:50 17.12.2012
In der Westminster-Kathedrale nachmen Angehörige und Freunde Abschied von der Krankenschwester Jacintha Saldanha. Sie hatte sich nach einem Scherzanruf eines australischen Radios das Leben genommen. Quelle: dpa
London

„Wir sind am Ende unserer Kräfte, da ist eine unfüllbare Leere in unserem Leben“, sagten Saldanhas Kinder am Sonnabend in der Westminster-Kathedrale.

Am Freitag hatte bereits das Personal des König-Edward-VII.-Krankenhauses der Kollegin gedacht, die das Opfer eines Scherzanrufs geworden war. Er galt Herzog Kate, die vor knapp zwei Wochen wegen Schwangerschaftsübelkeit in der Klinik behandelt wurde. Australische Radiomoderatoren hatten sich als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles ausgegeben. Saldanha hatte den Anruf zu einer Kollegin durchgestellt, die dann Auskunft zum Gesundheitszustand der schwangeren Herzogin gab.

Am Sonnabend wurde in der Kathedrale von Westminster eine Heilige Messe für die im Alter von 46 Jahren gestorbene Mutter zweier Kinder gefeiert. Auch in ihrer Heimatstadt Bristol gab es Trauerfeierlichkeiten. Die Leiche wurde am Sonntag zur Beisetzung nach Indien überführt. In Shirva, dem Geburtsort von Saldanhas Ehemann, soll die Frau heute beerdigt werden.

Die Krankenschwester hatte sich nach Informationen des „Guardian“ in einem ihrer drei Abschiedsbriefe unter anderem über das Krankenhauspersonal beklagt. Die Klinikleitung hatte daraufhin jedoch erklärt, die Frau sei wegen des Trickanrufs nicht unter Druck gesetzt worden.
Nach der Messe am Sonnabend hatte sich die Familie der Toten mit bewegenden Worten an die Öffentlichkeit gewandt. „Ich fühle mich, als ob ein Teil von mir aus mir herausgerissen wurde“, sagte Ehemann Benedict Barboza, der 19 Jahre lang mit seiner Frau zusammengelebt hatte.

Sowohl die Muttergesellschaft des australischen Radiosenders 2Day FM als auch das König-Edward-VII.-Krankenhaus haben inzwischen Hilfsfonds für die Familie ins Leben gerufen. Der Sender hat Trickanrufe, bei den sich Moderatoren unter falschen Namen Scherze auf Kosten der Angerufenen erlauben, aus dem Programm genommen. Die beiden Moderatoren haben sich – teils unter Tränen – für ihr Vorgehen entschuldigt. Sie werden psychologisch betreut und abgeschirmt.

von Michael Donhauser mit dpa

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