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Panorama Von Mondpreisen und Schmutzfinken
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11:38 17.07.2013
Gepflegt, familienfreundlich, sauber - der Rasthof Michendorf Nord schneidet im ADAC-Rastanlagentest 2013 sehr gut ab. Quelle: dpa
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Die ADAC-Liste

1.Börde Süd
2.Michendorf Nord
3.Lohfeldener Rüssel
4.Pentling Ost
5.Garbsen Nord
6.Lichtendorf Nord
7.Europa-Park-Rasthof
8.Renchtal West
9. Wunnenstein Ost
10. Plötzetal West
11. Schlüchtern
12. Porta Westfalica
13.Zweidorfer Holz Nord
14.Elztal Nord
15. Schweitenkirchen
16. Prignitz Ost
17.Ramstein
18.Hüttener Berge West
19.Neckarburg West
20.Thüringer Tor Süd
21.Sangerhausen
22.Huntetal West
23.Hochwald Ost
24.Niederdorf
25.Ohligser Heide West
26.Frankenhöhe Süd
27.Peine
28.Holdorf
29.Leuna
30.Salzbergen
31.Allgäuer Tor West
32.Parsberg
33.Hermsdorf
34.Gramschatzer Wald
35.Gau-Bickelheim
36.Schnaittach
37.Harburger Berge Ost
38.Am Hockenheimring West
39.Dasing
40.Plötzin

Berlin. Die Raststätte Börde Süd an der Autobahn 2 nahe Magdeburg ist der Sieger im ADAC-Rastanlagentest 2013. Auf Platz zwei kommt der Rasthof Michendorf Nord am südlichen Berliner Autobahnring (A 10) nahe Potsdam.  Beide wurden als „gepflegte, familienfreundliche Anlagen mit sauberen Sanitäranlagen“ gelobt.

Der ADAC hat dieses Jahr 40 deutsche Raststätten und Autohöfe getestet.  Keine einzige Anlage bekam die Note „sehr gut“. Auch „sehr mangelhaft“ wurde nicht vergeben. Der Testverlierer liegt ebenfalls am Berliner Ring: Den Autohof Plötzin fanden die Tester „weder familien- noch behindertengerecht“, auch die Sicherheit auf dem Parkplatz lasse zu wünschen übrig. Er erhielt die Note "mangelhaft"

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Insgesamt schneiden die Raststätten im ADAC-Test besser ab als die Autohöfe. Letztere liegen nicht an, sondern neben der Autobahn und waren bis vor wenigen Jahre noch hauptsächlich für Lkw-Kundschaft ausgelegt. Das wirkt bis heute nach: besonders in den Kategorien Familienfreundlichkeit und Verkehrssicherheit schneiden Autohöfe schlechter ab als Raststätten. Der ADAC  lobt an Raststätten die „entspannte und familienfreundliche Atmosphäre“, kritisiert aber die hohen Preise.

Happige Preise an Raststätten

Die sind an den Sieger-Anlagen happig: In Michendorf kostet der einfache Cappuccino beim „Autogrill“  3,49 Euro. Zum Vergleich: Bei der günstigsten Anlage, dem Autohof Schlüchtern an der A 66 in Hessen, zahlt man für Espresso plus Schaum nur 2,10 Euro.  Ein stilles Mineralwasser kostet in Garbsen (A 2 bei Hannover) 2,49 Euro. Auf dem Autohof Salzbergen (A 30 nahe  Osnabrück) kann der Reisende dagegen schon für 0,49 Euro seinen Durst löschen.

Die Sauberkeit in den Sanitäranlagen prüften die Tester gleich doppelt: Einmal nach Augenschein und einmal durch Laborproben. Was auf den ersten Blick sauber wirkte, entpuppte sich in der Analyse als Dreckfalle - wie beim Autohof Lohfeldener Rüssel (A 7 bei Kassel) oder der Raststätte Hüttener Berge West (A 7 nahe Schleswig).

Keime auf Autobahntoiletten

Keime auf Klobrillen und Wickelauflagen - weil die Sanitäreinrichtungen auf manchen Rastanlagen verschmutzt sind, haben Autofahrer besser immer Desinfektionsmittel dabei. Das legt ein aktueller ADAC-Test nahe, bei dem der Club insgesamt 40 Betriebe entlang wichtiger Reiserouten unter die Lupe nahm: Bei mehr als einem Viertel (elf Betriebe) kam er zu besorgniserregenden Testergebnissen. Bevor Eltern ihre Kleinkinder auf einer Autobahnrastanlage wickeln, sollten sie die Wickelunterlagen mit einem Desinfektionsspray behandeln, empfiehlt ADAC-Sprecherin Sabine Behr. Auch Klobrillen sollten vor der Toilettenbenutzung gereinigt werden.

"In den meisten Anlagen stehen Sprays zwar zur Nutzung zur Verfügung." Wer aber auf Nummer sicher gehen will, nehme entsprechende Mittel wie Sprays oder Desinfektionstücher mit auf Reisen. "Eltern sollten ihre Kinder davon abhalten, Klobrillen anzufassen - und generell gilt: immer gut die Hände waschen. Über die Hände übertragen sich die meisten Erreger."

Von Jan Sternberg

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