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Panorama ADAC beklagt Sicherheitsmängel an griechischen Fähren
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12:55 30.07.2009
In Griechenland fahren nach einem Test des ADAC noch immer viele Passagierfähren mit großen Sicherheitsmängeln. Quelle: Aris Messinis/afp
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In Griechenland fahren nach einem Test des ADAC noch immer viele Passagierfähren mit großen Sicherheitsmängeln. Der Automobilclub forderte die griechischen Behörden bei der Veröffentlichung seines Fährentests auf, endlich Konsequenzen aus dem schweren Fährunglück vor der Insel Paros mit 80 Toten im Jahr 2000 zu ziehen. Die damals geänderten Gesetze müssten auch so umgesetzt werden, dass ältere Schiffe entweder mit den nötigen Sicherheitsausrüstungen nachgerüstet oder ganz ausgemustert werden, erklärte ADAC-Vizepräsident Max Stich.

Von den 14 im östlichen Mittelmeer getesteten Passagierfähren erhielten vier vom ADAC die Noten "sehr mangelhaft" oder "mangelhaft". Testverlierer wurde demnach die zwischen Piräus und der Insel Samos verkehrende "Sardinia Vera" der Reederei Kallisti Ferries. Bei dieser seien sowohl der technische Zustand als auch das Sicherheitsbewusstsein der Mannschaft Besorgnis erregend. Dem Test zufolge gibt an Bord kein Evakuierungssystem, ein schnelles Rettungsboot sei nicht einsatzbereit gewesen. Die vorgeschriebenen Querschotten, die bei Wassereinbruch das Fluten des Autodecks verhindern sollen, hätten ebenfalls gefehlt.

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Neben den vier komplett durchgefallenen Fähren vergab der ADAC auch vier Mal lediglich die Note "ausreichend". Für fünf Fähren gab es dagegen ein "gut", der Testsieger "Ionian King" erhielt sogar ein "sehr gut". Die zwischen Patras auf dem Peloponnes und Igoumenitsa auf dem Festland fahrende "Ionian King" ist demnach zwar bereits 18 Jahre alt, dennoch erhielt die Fähre in vier von fünf Kategorien Bestnoten. Neben Sicherheits- und Rettungseinrichtungen auf dem höchsten Niveau habe auch die sehr gut ausgebildete und verantwortungsbewusste Crew überzeugt.

afp