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Panorama 50 Schüler aus Winnenden in Therapie
Mehr Welt Panorama 50 Schüler aus Winnenden in Therapie
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16:31 15.09.2009
Der Amoklauf habe eine „klaffende Wunde“ hinterlassen und „große Schicksalsschläge“ ausgelöst. „Das Ereignis wird nie vergessen werden.“ Quelle: ddp
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Das sagte der Geschäftsführer der Unfallkasse Baden-Württemberg, Manfred Hagelstein, am Dienstag in Winnenden. Er wies jedoch darauf hin, dass dies eine „Momentaufnahme“ sei und die Zahlen auch steigen könnten, wenn der Prozess der Aufarbeitung gestört werde.

Insgesamt seien etwa mit 500 Schülern auf freiwilliger Basis Vorsorgegespräche geführt worden. Der Koordinator der psychologischen Nachsorge, Thomas Weber, sagte: „Wir sind noch lange nicht mit der Nachsorge durch.“ Der Amoklauf habe eine „klaffende Wunde“ hinterlassen und „große Schicksalsschläge“ ausgelöst. „Das Ereignis wird nie vergessen werden.“

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Die Rektorin der Albertville-Realschule, Astrid Hahn, berichtete von einer allmählichen Rückkehr in die Normalität. Zwar seien noch viele Schüler „geschockt“. Der erste Schultag sei jedoch als „fast normaler Schultag verlaufen“. Die Schule habe ein neues Kollegium und bemühe sich weiter, die Geschehnisse zu verarbeiten. „Wenn wir uns alle viel Mühe geben, dann schaffen wir das.“ Zugleich kritisierte Hahn Medienberichte, wonach der Täter an der Schule gemobbt worden sei. „Wir haben diese Erkenntnisse nicht“, sagte Hahn.

Die Jugendlichen der Albertville-Realschule sollen zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 in die alten Räume zurückkehren. Sie sind seit Mai in einer Containerschule untergebracht. Der 17-jährige Tim K. hatte am 11. März in der Albertville-Realschule und bei seiner anschließenden Flucht in Wendlingen 15 Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet.

ddp