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Panorama 3500 Touristen nach Unwetter aus Inka-Stadt Machu Picchu gerettet
Mehr Welt Panorama 3500 Touristen nach Unwetter aus Inka-Stadt Machu Picchu gerettet
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08:49 31.01.2010
3500 Touristen mussten gerettet werden. Quelle: afp
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Nach schweren Überschwemmungen und Erdrutschen wurden 20 Tote geborgen, die Bahnlinie Richtung Machu Picchu bleibt voraussichtlich zwei Monate blockiert.

„Die gute Nachricht ist, dass Machu Picchu intakt geblieben ist“, sagte Carlos Millas, der Vorsitzende der Handelskammer von Cusco, dessen Region von den Einnahmen aus dem Tourismus abhängig ist. Für gewöhnlich kommen täglich rund tausend Besucher nach Machu Picchu, die meisten mit der Bahn. Die Inka-Stätte liegt in 2500 Metern Höhe. Die Touristen wurden nach den Unwettern mit Hubschraubern in ein nahe gelegenes Dorf gebracht und dann mit Bussen nach Cusco gefahren. An dem viertägigen Einsatz waren zwölf Hubschrauber und 40 Piloten beteiligt, die Hälfte der Hubschrauber kam aus den USA. Mehr als 100.000 Peruaner büßten durch die Unwetter ihre Habe ganz oder teilweise ein.

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Zeitweise wollen Gruppen ausländischer Besucher das Unwettergebiet nicht verlassen. Polizei und Militär hätten Hotels und Wohnungen durchsucht, um sicherzustellen, „dass kein einziger Tourist mehr in dem Gebiet ist“, sagte Perez. Urlauber aus Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Chile, Frankreich, Mexiko und Spanien verbrachten einige Tage zum Teil damit, der einheimischen Bevölkerung beim Bau von Steinwällen gegen die Wasserfluten zu helfen.

Unter den Ausgeflogenen waren einige ausländische Diplomaten. Insgesamt gab es 276 Rettungsflüge. Auch Argentinien und Chile entsandten Militärmaschinen, um Urlauber auszufliegen. Neben der Bahnlinie besteht lediglich die Möglichkeit, Machu Picchu über einen alten Inka-Wanderpfad zu erreichen. Die Tour dauert vier Tage und war wegen der Wetterverhältnisse in den vergangenen Tagen ebenfalls nicht mehr möglich. Über die Andenregion Cusco wurde für 60 Tage der Notstand verhängt. Machu Picchu ist eine der größten Touristenattraktionen Südamerikas. Am Samstag wurden wegen der Unwetter noch fünf Menschen vermisst.

afp