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Panorama 29-Jähriger hat serienweise Jungen missbraucht
Mehr Welt Panorama 29-Jähriger hat serienweise Jungen missbraucht
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14:30 08.01.2010
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In einem Haftbefehl werden dem 29-Jährigen aus Rinteln neun Taten vorgeworfen. Die Ermittler gehen mittlerweile aber von einer deutlich höheren Zahl von Verbrechen aus. Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur dpa hat der Mann seine Opfer auch gefilmt. Der 29-Jährige hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen bislang geschwiegen. Der 29-Jährige befinde sich bereits seit November vergangenen Jahres in Untersuchungshaft, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt.

Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, hatten die Behörden sich zu dem Fall bisher nicht öffentlich geäußert. Für Freitag war ein Haftprüfungstermin beim Amtsgericht Bückeburg angesetzt. Der Anwalt der 29-Jährigen habe den Antrag jedoch angesichts neuer weiterer Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurück gezogen, sagte Becker.

Die Missbrauchs-Serie hat nach den bisherigen Ermittlungen bereits im Jahr 2005 begonnen. Der Verdächtige, der in seiner Freizeit als Jugendbetreuer in einer gemeinnützigen Organisation tätig war, soll sich dort an seine Opfer herangemacht haben. Zunächst habe er die Kinder mit Versprechungen angelockt und sich ihr Vertrauen erschlichen. Später habe er sich dann an den Jungen vergangen. Die Opfer sollen zur Tatzeit zum Teil noch nicht einmal zehn Jahre alt gewesen sein.

Sieben Opfer im Schulkind-Alter sind den Behörden bislang bekannt. Sie haben den 29-Jährigen inzwischen in ihren Aussagen schwer belastet. Die Jungen, die allesamt aus der Region um Rinteln stammen, hatten aus Angst und Scham zunächst geschwiegen. Die Ermittler haben mittlerweile Informationen darüber, dass der 29-Jährige noch weitere Kinder missbraucht haben könnte. Dabei soll er auch brutale Gewalt angewendet haben.

Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Polizei bei dem Mann große Mengen belastendes Material gefunden, darunter auch zahlreiche kinderpornografische Videos aus dem Internet. Andere Aufnahmen hat der 29-Jährige offenbar selbst hergestellt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

lni