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Panorama 28 deutsche Passagiere an Bord der Unglücksmaschine
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16:46 04.06.2009
Der Airbus A330-200 der französischen Fluglinie Air France, der am Montag auf seinem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik stürzte. Quelle: Joseph Wagner/ddp

Zehn Frauen, siebzehn Männer und ein Kind zählten zu den Opfern. Air France war zuvor von 26 deutschen Passagieren ausgegangen. Insgesamt befanden sich der Fluggesellschaft zufolge 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder in der Unglücksmaschine. Bislang gibt es keine genauen Erkenntnisse, warum der Airbus A330-200 abgestürzt ist.

Zusätzlich zu den 28 Deutschen befanden sich nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amtes an Bord fünf nicht-deutsche Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik haben.

Mit elf Menschen kamen dem Sprecher zufolge die meisten deutschen Opfer aus Baden-Württemberg. Das Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart sprach am Vormittag von zwölf Passagieren. Diese Zahl schließt die Darstellerin eines Stuttgarter Musicals ein, die ihren Wohnsitz in Deutschland hatte. Ein Sprecher des Veranstalters Stage Entertainment hatte zuvor bestätigt, dass die 29-jährige Juliana de Aquino in dem Flugzeug saß.

Jeweils vier Menschen stammten aus Bayern und Nordrhein-Westfalen, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. Aus Berlin, Hamburg und Bremen kamen jeweils zwei Menschen. Ein Fluggast hatte seinen Wohnsitz in Hessen. Zudem hatten zwei deutsche Staatsangehörige unter den Passagieren ihren Wohnsitz im Ausland.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte, auch wenn die Umstände schwierig seien, müssten alle nationalen und internationalen Stellen umfassend aufklären, wie es zu einem so verheerenden Unglück kommen konnte.

Während die Bergungsarbeiten laufen, wird weiter über die Ursache des Unglückes spekuliert. Die ARD-„Tagesthemen“ berichteten am Mittwochabend, der Airbus habe am Montagmorgen zwar keinen Notruf abgesetzt, jedoch ein Dutzend automatische Botschaften gesendet, wonach mehrere Apparate ausgefallen seien. Nach Angaben der Fluggesellschaft sei diese Häufung bei einem A330 noch nie vorgekommen.

Der Pilot habe zunächst ein Signal geschickt, demzufolge das Flugzeug durch eine Region mit schweren Gewitterstürmen flog, hieß es. Satellitendaten hätten gezeigt, dass der Maschine Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern entgegenkamen.

Nach Ansicht von Experten deuteten die Meldungen darauf hin, dass das Flugzeug in mehreren Tausend Metern Höhe auseinandergebrochen ist. Die französische Untersuchungsbehörde wies einen Bericht der Zeitung „Le Figaro“ als Spekulation zurück, wonach über mehrere Hundert Quadratkilometer verstreuten Trümmer auf eine Explosion des Airbus’ hindeuteten. Man halte sich an Fakten, die man veröffentlichen werde, wenn sie tatsächlich vorlägen, hieß es.

ddp

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