Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Nato-Manöver mit 51 000 Soldaten deutlich größer als gedacht
Mehr Welt Nato-Manöver mit 51 000 Soldaten deutlich größer als gedacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 10.12.2018
Kriegsschiffe fahren in Formation bei der Nato-Großübung «Trident Juncture» vor der Küste Norwegens. Quelle: Daniel C. Coxwest/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa
Brüssel

Am größten Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges waren nach einer Abschlussbilanz des Militärbündnisses 51 161 Soldaten beteiligt. Hinzu kamen 7279 Fahrzeuge, 274 Hubschrauber und Flugzeuge sowie 61 Schiffe und U-Boote, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Dokument hervorgeht. Noch im Mai hatte die Nato mit einer Teilnehmerzahl von rund 40 000 Soldaten gerechnet.

Die zweiwöchige Feldphase der hauptsächlich in Norwegen ausgerichteten Übung „Trident Juncture“ war am 7. November zu Ende gegangen. Deutschland war der Abschlussbilanz zufolge mit 7956 Soldaten zweitgrößter Truppensteller hinter den USA. Diese meldeten abschließend eine Beteiligung von 18 000 Soldaten, die zum großen Teil aber nur auf Kriegsschiffen wie dem Flugzeugträger „Harry S. Truman“ im Einsatz waren. Das kleinste Truppenkontingent stellte das kleine Nato-Land Island. Es war lediglich mit drei Einsatzkräften dabei.

Signal der Abschreckung an Russland als Ziel

Ziel des Manövers war es, ein Signal der Abschreckung an Russland zu senden und für den sogenannten Bündnisfall zu trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, sollten einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen werden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten. Neben den 29 Nato-Staaten beteiligten sich auch die Partnerländer Schweden und Finnland an dem Manöver.

Die Zahlen in der Abschlussbilanz beruhen nach Angaben einer Nato-Sprecherin auf den Angaben der teilnehmenden Staaten. Sie wies auch darauf hin, dass sich die Zahl der Fahrzeuge theoretisch noch leicht ändern könnte. Dies liege daran, dass der Rücktransport der Ausrüstung aus Norwegen noch immer nicht ganz abgeschlossen sei, sagte sie.

Letzte größere Nato-Manöver vor Auflösung der Sowjetunion

Die letzten Nato-Manöver, die größer waren als „Trident Juncture 2018“ fanden nach Angaben von Nato-Diplomaten vor der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 statt. Damals gab es unter anderem noch die Manöverreihe „Return of Forces to Germany“ (Rückkehr von Streitkräften nach Deutschland). An ihr waren bis zu 125 000 Soldaten beteiligt.

Moskau hatte seine Übungen zuletzt ebenfalls wieder verstärkt. Für Aufsehen sorgte vor einem Jahr das Manöver „Sapad“ in Weißrussland, das an die Nato-Staaten Litauen, Lettland und Polen grenzt. Nach russischen Angaben waren 12 700 Soldaten beteiligt, nach westlichen Zählungen sogar es 60 000 bis 80 000.

Von RND/dpa

Großer Schreck am frühen Morgen: Ein Dreijähriger schleicht sich im Schlafanzug aus dem Haus – und besucht eine nahe gelegene Tankstelle. Für die Polizei beginnt die Suche nach den Eltern.

10.12.2018

Dass ihre Rufnummer nach wie vor im Telefonbuch stand, hatte Annegret Kramp-Karrenbauer bislang als Ausdruck der Bürgernähe verstanden. Das könnte sich nun mit ihrer neuen Position ändern.

10.12.2018

Nach heftigen Diskussionen in den vergangenen Wochen auch in Deutschland ist der UN-Migrationspakt bei einer internationalen Konferenz in Marokko angenommen worden. Welche Länder sicher nicht zustimmen werden und bei wem es noch auf der Kippe steht, sehen Sie in unserer Grafik.

10.12.2018